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Korschenbroich: Mörderische Stimmung auf dem Hoeren-Hof

Korschenbroich : Mörderische Stimmung auf dem Hoeren-Hof

Ein lauer Sommerwind wehte, und langsam senkte sich die Dämmerung über den Hoeren-Hof: Die perfekte Stimmung für drei Mordgeschichten. Im Rahmen des Literatur-Festivals "Korschenbroich liest" hatte Initiatorin Rita Mielke mit Guido Breuer (Bonn), Thomas Hoeps (Mönchengladbach/Krefeld) und Andreas Izquierdo (Köln) drei rheinische Krimiautoren nach Raderbroich geholt. Rund 175 Zuhörer waren gekommen, die die Lesung auf dem Hoeren-Hof einem Krimi im Fernsehen vorzogen. Damit hatten sich die Erwartungen von Rita Mielke mehr als erfüllt. Auch Peter Holzenleuchter war schon oft zu Gast auf dem Vierkanthof. Er zeigte sich begeistert von der urigen Atmosphäre und dem Literatur-Festival: "Die Veranstaltung ist ein Höhepunkt im Kulturleben der Stadt Korschenbroich und darüber hinaus." Dass die Hälfte der Zuhörer Männer waren, freute Rita Mielke besonders. "Das ist bei Lesungen sonst ja eher selten", meinte sie.

Zum dritten Mal fand das Literatur-Festival in Raderbroich statt. Nach einem Abend über Kartoffeln im ersten und Äpfel im zweiten Jahr drehte sich nun alles um Mord. Passend zum Thema gab es in den Pausen Blutwursthäppchen. Es sei für sie ein Urlaubstrauma, nur langweilige Bücher im Gepäck zu haben, erzählte Mielke. "Aber dieses Jahr habe ich mich mit den Krimis gut unterhalten gefühlt."

Autor Breuer erzählte von Opa Bertold, der sich in der Seniorenresidenz einer Blutentnahme widersetzt und lieber auf Cäsars Spuren wandelt. In den Kurzgeschichten von Izquierdo geht es unernst zu. Feinsinniger Humor zeichnet den Krimi von Hoeps aus. Es geht um einem Hotelkritiker, der im Fünf-Sterne-Superior-Hotel tot in der Badewanne aufgefunden wird.

(NGZ)