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Leichtathletik: Mit Spickzettel am Rad eigenen Rekord übertroffen

Leichtathletik : Mit Spickzettel am Rad eigenen Rekord übertroffen

Jetze Plat schaffte bei seiner vierten Teilnahme am Handbiker-Rennen den dritten Sieg – und eine neue Bestmarke.

Jetze Plat setzte ein breites Lächeln auf, als er unter dem Applaus der Zuschauer die Ziellinie überquerte. Zum dritten Mal holte sich der Niederländer den Sieg im Feld der Handbiker, behinderten Sportlern, die mit handbetriebenen Fahrrädern in beeindruckendem Tempo über den Asphalt rauschen. Und als Sahnehäubchen obendrauf pulverisierte Plat seinen eigenen Streckenrekord, den er 2010 mit einer Zeit von 20:01 Minuten aufgestellt hatte: Diesmal absolvierte er die 11 862 Meter in 19:29 Minuten. Kein Wunder, dass der sonst nur niederländisch und Englisch sprechende Sportler nun zumindest ein deutsches Wort in seinem Repertoire hat: "Streckenrekord".

Ausnahmeerscheinung: Markus Gers mit seinem Rollstuhl-Koppelbike. Foto: Woitschützke, Andreas (woi)

Plats Triumph hatte sich früh abgezeichnet. Sein ebenfalls mitfahrender älterer Bruder Matthijs (27) hielt ganz am Anfang noch halbwegs mit, doch dann zog der 21-Jährige mit dem Kreuz eines Bodybuilders auf und davon. Sein Sieg stand schon nach den ersten Runden nicht mehr infrage, es ging allein um den Rekord. Plats einziger echter Gegner war die Uhr. Zur Orientierung hatte er an seinem Bike einen Spickzettel angebracht – mit den Rundenzeiten, die er sich vorgenommen hatte, um den neuen Coup zu schaffen. "Heute soll's knallen", hatte der sympathische Top-Athlet vor dem Start angekündigt – und Wort gehalten. Vom Pech aus dem Jahr 2011 blieb er verschont. Damals war ihm die Kette gerissen. Auf den Plätzen 2 bis 4 folgten Johan Reekers, Matthijs Plat und Joel Weingut.

Bei den Frauen siegte Svetlana Moshkovich, Bronzemedaillengewinnerin bei den Paralympics in London.

(NGZ)