Korschenbroich: Mit Sanierung Geld und Energie sparen

Korschenbroich : Mit Sanierung Geld und Energie sparen

Wie finden Eigenheimbesitzer versteckte Energieschlucker? Welche Fördermöglichkeiten gibt es? Wer ist der beste Ansprechpartner? Diese und andere Fragen wollen Stadt und Verbraucherzentrale jetzt gemeinsam beantworten.

Politik und Verwaltung lassen seit Jahren in Korschenbroich nichts ungenutzt, um Wege zur Energiereduzierung zu finden. "Wir können so dauerhaft eine Menge Geld einsparen und tun auch noch etwas für unsere Umwelt", erklärt Korschenbroichs Bürgermeister Heinz Josef Dick. Dabei hat er nicht nur die städtischen Finanzen im Blick. "Auch der Hausbesitzer hat viele Möglichkeiten für eine energetische Sanierung." Und damit diese unabhängig erfolgt, freut sich Dick über die Kooperation mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Mit eigenen Büros ist die Verbraucherzentrale NRW im benachbarten Mönchengladbach und für den Rhein-Kreis Neuss in Dormagen vertreten. Allerdings gibt es seit dieser Woche auch gedruckte Infos im Korschenbroicher Rathaus. Susanne Krol und Zelal Ataman übergaben Bürgermeister Dick eine schmucke Info-Stele, die jetzt ihren festen Platz im Foyer des Bürgerbüros hat. Dort wird vorrangig die aktuelle Aktion "Energieberatung bei Ihnen zu Hause: unabhängig, kompetent und günstig" beworben.

"Die Aktion passt zu unserer Arbeit", stellt Dick bei der Stelen-Übergabe im Beisein von Fachbereichsleiter Georg Onkelbach, und den Mitgliedern des Arbeitskreises Klimaschutz zufrieden fest. "Wir wollen im Arbeitskreis nicht nur im Stillen grübeln, wir wollen auch den Bürgern wichtige Hinweise zur Energie-Ersparnis mit auf den Weg geben." Für Dick steht fest: "Mit der Sanierung eines Hauses sparen Eigenheimbesitzer nicht nur Energiekosten, sondern verbessern auch ihren Wohnkomfort und helfen beim Umweltschutz." Dass es funktioniert, macht die Stadt bereits vor: Gymnasium und Hallenbad werden von einem Blockheizkraftwerk versorgt. "Die Mikrogasturbine mindert die Energiekosten pro Jahr um rund 60 000 Euro", rechnet Walter Hintzen vom Gebäudemanagement dem Arbeitskreis Klimaschutz die Ersparnis vor. Als positives Beispiel nennt er auch das A-Gebäude des Gymnasiums: "Wenn der Umbau fertig ist, erfüllt er die gesetzlichen Anforderungen des Wärmeschutzes für Neubauten."

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Für den Arbeitskreis stellte Gerd Sack fest: "Gern motivieren wir gemeinsam mit der Verbraucherzentrale auch unsere Bürger, wo es möglich ist, ihre Objekte der Umwelt zuliebe zu sanieren."

Wie das gehen kann, erklärt Susanne Krol, Sprecherin der Verbraucherzentrale: "Mit einer Haussanierung können Eigentümer jährlich Energiekosten bis zu 800 Euro sparen." Für eine Gebühr von 60 Euro sucht ein unabhängiger Energie-Experte der Verbraucherzentrale nach Energielecks und checkt Fenster, Wohnraum und Heizung, um dann einen individuellen Sanierungsplan zu erstellen. Was für Susanne Krol auch wichtig ist: "Dank der energiesparenden Investitionen reduziert sich der Kohlendioxid-Ausstoß beim sanierten Objekt um etwa fünf Tonnen pro Jahr."

(NGZ)
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