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Mit ihrem Sprintertag lockt die DJK Novesia auf die Wolker-Sportanlage

Leichtathletik : Sprintertag lockt auf die Wolker-Sportanlage

Nach langer Pause finden die Leichtathleten mit der „Corona-Edition“ wieder in den Wettkampf zurück.

Trotz der schwierigen Situation richtet die DJK Novesia Neuss am Sonntag auf der Ludwig-Wolker-Sportanlage ihren dritten Sprintertag aus – in einer angepassten Corona-Edition, aber mit Startmöglichkeiten für alle Jahrgänge ab der Altersklasse U14.

Nach langer Wettkampf- und zum Teil auch Trainingspause nimmt der Betrieb in der Leichtathletik im Verband Nordrhein wieder an Fahrt auf. Um Qualifikationsleistungen für Meisterschaften zu erbringen und den Athleten Wettkampfmöglichkeiten zu bieten, wurde die Late-Season gestartet. „Wir freuen uns, der Leichtathletik zumindest ein Stück Normalität zurückgeben zu können“, sagt Maximilian Rhine-Gritz, stellvertretender Abteilungsleiter und Mitorganisator des ersten großen Leichtathletik-Wettkampfes im Rhein-Kreis 2020. Zwar gibt es noch besondere Hygienevorschriften und Zuschauer sind nicht zugelassen, aber mit allen Sprint- und Mittelstrecken sowie den technischen Disziplinen Kugelstoßen, Hochsprung, Dreisprung und Stabhochsprung ist das Angebot breitgestreut. Und das wird angenommen – von vielen Vereinen aus dem Rhein-Kreis, wie Dormagen, Korschenbroich und Kleinenbroich, aber auch von Gästen aus den Niederlanden. Insgesamt werden 234 Athleten aus 48 verschiedenen Vereinen an den Start gehen. Die meisten, rund 83,  über die 100 Meter. Hier wackelt der Bahnrekord, den Joshua Kossmann vom LAC Lübeck in 10,89 Sekunden im Vorjahr aufgestellt hat. Noah Wilker aus Leverkusen ist mit einer Meldezeit von 10,64 Sekunden der Favorit, aber auch David Rössel und Oliver Poschwatta (beide LG Meckenheim) haben die Zeit bereits unterboten.

Für Senioren ist sogar eine eigene Wertung ausgeschrieben. Die beiden ältesten Starter kommen vom TSV Bayer Dormagen: Herbert E. Müller (Jahrgang 1929), 2019 zum Senioren-Leichtathleten des Jahres in Deutschland gewählt, und Fred Ingenrieth (1934) gehen in der Altersklasse M80 über 100, 200 und 400 Meter an den Start. Beide gehören in ihren Altersklassen zu den besten Athleten der Welt. Ihr Vereinskollege Dieter Wolf (1937), der im Kugelstoß angreift, kommt im Spezialsport Steinstoßen auf stolze 75 Titel bei Europa- und Weltmeisterschaften.

Ein weiteres Highlight ist der Stabhochsprung: Die zu Ostern errichtete Anlage wird am Sonntag offiziell eröffnet  – 30 Athleten testen ihre Wettkampftauglichkeit. Dazu haben sich Bürgermeister Reiner Breuer sowie Mitglieder des Sportamts und der Politik angekündigt.

Um 10 Uhr geht es mit den technischen Wettbewerben los, für den Abschluss sorgen ab 15 Uhr die 1500-Meter-Läufer. „Alle freuen sich, dass die Saison nicht komplett ausfallen musste und Wettkämpfe wieder möglich sind“, sagt Rhine-Gritz. „Hoffentlich im nächsten Jahr auch wieder mit Zuschauern.“