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Fußball: Mit frischem Wind in die zweite Oberliga-Saison

Fußball : Mit frischem Wind in die zweite Oberliga-Saison

Der erst im Nachsitzen gerettete SV Uedesheim empfängt zum Saisonstart den Aufsteiger PSV Wesel-Lackhausen.

Man sagt, das zweite Jahr sei immer das schwerste. Doch dass es für den SV Uedesheim in der zweiten Saison nach dem Aufstieg in die Oberliga noch härter kommen kann als in der ersten, ist nur schwer vorstellbar. Einer verheißungsvollen Hinrunde mit tollem Fußball und mitreißender Aufbruchsstimmung auf allen Ebenen folgte der große Einbruch in der Rückrunde. Letztendlich erkämpfte sich der SVÜ im Abstiegskampf Zähler um Zähler, galt schon als abgestiegen, nur um dann nach einem wochenlangen Hin- und Her am 2. Juli und damit exakt 26 Tage vor Saisonstart doch noch die erlösende Nachricht zu erhalten.

Uedesheim bekommt also eine zweite Chance in Liga fünf. "Für mich persönlich stand das nach unserem 1:1 in Baumberg am letzten Spieltag quasi fest. Doch gerade für die Spieler war diese lange Ungewissheit eine enorme Belastung", sagt Trainer Ingmar Putz. Vor dem Ligaauftakt zu Hause gegen den Aufsteiger PSV Wesel-Lackhausen (Sonntag 15 Uhr) verspürt er aber erneut eine deutliche Aufbruchstimmung: "Von uns ist so viel Druck abgefallen. Wir freuen uns alle riesig auf die neue Saison, die Jungs explodieren fast vor Spannung. Auch mit unserem Trainingslager in Salzburg bin ich sehr zufrieden, wir sind topfit."

Zum anderen sind es aber auch die 13 Neuzugänge, die frischen Wind an den Norfer Weg bringen. "Es gibt jedes Jahr eine Blutwäsche, dieses Jahr ist es halt etwas mehr geworden. Aber bis auf Kani Taher haben wir alle Spieler behalten, die wir halten wollten", erklärt der Coach. Seine Neulinge sind zum Teil schon oberligaerfahren — wie die aus Wülfrath gekommenen Brüder Julius und Maximilian Steegmann. Viele — wie beispielsweise Lars Wyschanowski aus der eigenen Reserve — gehen aber auch in ihre erste Spielzeit auf diesem Niveau. Putz: "Das wird für viele ein Riesensprung, klar. Aber den traue ich nach meinen bisherigen Eindrücken jedem Einzelnen zu."

Mehr als knüppelharter Abstiegskampf ist auch in diesem Jahr nicht drin, müssen doch erneut bis zu sieben Mannschaften den Gang in die Landesliga antreten. Das Kräftemessen mit Lackhausen wird daher zum Auftakt gleich ein wichtiger Prüfstein. "Die sind souverän aufgestiegen, sitzen aber nun im selben Boot wie wir. Die Partie wird auf Augenhöhe stattfinden", ist sich Putz sicher. Auf eine Stammelf hat er sich noch nicht festgelegt: "Natürlich habe ich etwas im Kopf, es kann sich aber noch viel ändern." Zu den Vorbereitungsgewinnern zählt jedenfalls Bartosz Siedlarski, der sich seinen Platz in der Offensive vorerst gesichert haben dürfte. Andrej Hildenberg, André Speer und André Ferber teilen hingegen mehr als nur den Vornamen: Alle drei müssen verletzungsbedingt noch zusehen.

Der auch für seine starke Futsal-Abteilung bekannte PSV (brachte zuletzt den Schalker Jungprofi Max Meyer hervor) vertraut in erster Linie der Elf, die mit 13 Zählern Vorsprung und nur 25 Gegentoren aufstieg. Nur vier Neue präsentierte Trainer Roger Rütter, alle kickten zuvor in Bezirks- oder Landesliga.

(NGZ)