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Handball: Minden gilt als Titelanwärter Nummer eins

Handball : Minden gilt als Titelanwärter Nummer eins

In zwei Dingen sind sich Trainer und andere Experten in Sachen Zweite Handball-Bundesliga einig: Der Titelanwärter Nummer eins heißt GWD Minden. Und dahinter ist das Feld der 19 Konkurrenten ausgeglichen wie selten.

Ein Blick auf die neue Liga: DER FAVORIT Im vergangenen Jahr abgestiegen, im ersten Anlauf an Eintracht Hildesheim, im zweiten am TV Hüttenberg gescheitert — jetzt soll es bei GWD Minden endlich mit der Rückkehr in die Bundesliga klappen.

Dafür verstärkten sich die Ostwestfalen mit zwei Spielern aus der Ersten spanischen Liga (Nenad Bilbija, Aleksandar Svitlica) und dem Ex-Dormagener Jens Vortmann, der zwischen den Pfosten den Abgang von Junioren-Weltmeister Nils Dresrüsse (nach Lemgo) kompensieren soll.

DIE JÄGER Dahinter fällt es schwer, Anwärter auf die weiteren zwei Aufstiegsplätze zu benennen. Dormagens Auftaktgegner ASV Hamm gehört trotz der Abgänge von Leistungsträgern wie Mario Clößner (Burgdorf), Malte Schröder (Lübbecke) und Chen Pomeranz (Ziel unbekannt) dazu, ebenso der vor zwei Jahren in der Relegation an Dormagen gescheiterte TV Emsdetten, der sich mit Vitali Feshchanka und Trainer-Rückkeher Patrick Liljestrand verstärkte.

Vom Rest scheinen am ehesten noch TV Bittenfeld und SG Bietigheim, die im Vorjahr die Plätze vier und fünf im Süden belegten, ein Wort bei der Aufstiegsvergabe mitreden zu können. Allerdings müssen beide die Abgänge ihrer Torleute Bastian Rutschmann (nach Göppingen) und Mathias Lenz (nach Düsseldorf) verkraften — doch der bisher in Spanien aktive Slowene Gregor Lorger und der Ex-Wetzlarer Milos Hacko scheinen gleichwertiger Ersatz.

DAS MITTELFELD Die Übergänge nach oben wie unten scheinen fließend zu — die meisten Trainer wünschen sich einen einstelligen Tabellenplatz. Am ehesten dafür in Frage kommen trotz eines Aderlasses von 13 Spielern, zuletzt nach Kreisläufer Evgeni Pevnov (Füchse Berlin) noch Junioren-Weltmeister Christian Dissinger (Schaffhausen), Bundesliga-Absteiger TSG Friesenheim und die letztjährigen Zweitliga-Spitzenklubs HSG Düsseldorf (3.im Süden), VfL Bad Schwartau (4. im Norden), der sich mit dem Ex-Dormagener Adrian Wagner (Gummersbach) verstärkte, HSG Nordhorn (6. im Norden) mit den Ex-Dormagenern Nils Meyer und Bobby Schagen und der 1. VfL Potsdam (5. im Norden).

DIE ABSTIEGSZONE Sie ist besonders breit, schließlich müssen am Ende vier Klubs 'runter. "Heißeste" Anwärter sind HCE Rostock, HG Saarlouis, HC Erlangen und ThSV Eisenach, die erst auf den letzten Drücker die Qualifikation zur Eingleisigkeit schafften.

Zittern müssen auch TV Neuhausen, TuSEM Essen und Post SV Schwerin. Bleiben drei große Unbekannte: Der SC DHfK Leipzig, der als einziger Aufsteiger dank vieler Ex-Delitzscher gleichwohl über reichlich Zweitliga-Erfahrung verfügt, der TV Korschenbroich im Jahr eins nach Erfolgstrainer Khalid Khan und der völlig neu formierte DHC Rheinland. Der Abzug von acht Pluspunkten lässt ihn erneut ums Überleben zittern — diesmal um's sportliche.

(NGZ/rl)