Aufsteiger TuRu Düsseldorf reist diesmal als Favorit an: Mewes: Können nur blöd aussehen

Aufsteiger TuRu Düsseldorf reist diesmal als Favorit an : Mewes: Können nur blöd aussehen

Von Ralf Angenendt

Von Ralf Angenendt

Der Trainerwechsel beim VfR Neuss kommt der Düsseldorfer TuRu nicht recht. Am Sonntag läuft sie zum Kräftemessen in der Fußball-Verbandsliga beim Schlusslicht. "Aufgrund der derzeitigen Situation können wir da nur blöd aussehen", befürchtet TuRu-Coach Gerd Mewes. Für Joachim Fuchs, Debütant auf der VfR-Bank, geht es nun darum, "den Abstand bis zur Winterpause zu verringern".

Mit dem Gastspiel von Aufsteiger TuRu Düsseldorf endet in der Verbandsliga die erste Serie, anschließend stehen noch dei Partien bis zur Winterpause an, der dem VfR Neuss "schwere" Gegner bescheren. Keine leichte Aufgabe für Joachim Fuchs, der gerade für Jörg Schmadtke das Traineramt übernommen hat. Sein Ziel: "Möglichst schon in den vier Partien bis zur Winterpause so viele Punkte einfahren, dass wir den Abstand zu den anderen abstiegsgefährdeten Mannschaften verringern können."

Die Möglichkeiten hierzu sieht er gegeben: "Die Mannschaft kann Fußball spielen, sie muss es aber endlich zeigen." Kein Wunder, dass TuRu-Trainer Gerd Mewes die Veränderungen in Neuss gar nicht recht kommen. "Ich würde derzeit lieber gegen Tabellenführer Borussia Wuppertal spielen, als gegen den VfR", erklärt Mewes, der allerdings mit seinem Team voll im Soll liegt. "Nicht zittern und guten Fußball spielen", hatte er als Saisondevise ausgegeben.

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Den Klassenerhalt hat der Tabellendritte, der mit nahezu unverändertem Team antritt, inzwischen so gut wie sicher. Und auch mit dem Toreschießen klappt es auf der anderen Rheinseite deutlich besser bei 29 Treffern in 14 Spielen - 18 Tore mehr, als dem VfR gelungen sind. Der setzt natürlich jetzt verstärkte Hoffnungen auf Norbert Jung, zuletzt in Schiefbahn eine Halbzeit im Einsatz. "Vielleich spielt Norbert am Sonntag von Beginn an", erklärt Fuchs, der sich allerdings über die Angriffsformation noch nicht ganz im Klaren ist.

"Möglicherweise empfiehlt sich ja noch der eine oder andere aus der zweiten Reihe beim Abschlusstraining". Auf jeden Fall läuft Wolfgang Höfchen wieder in der angestammten Rolle als Libero auf, Jörg Ferber (Foto) soll im Mittelfeld die Fäden ziehen. Auch bei der TuRu hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan.

Einfach so verschwunden sind Christian Siegloff (nicht zum ersten Mal) und der Nigerianer Yonga, weiterhin verletzt ist Torjäger Georg Müffler. Neu im Team des Aufsteigers stehen somit derzeit lediglich Torwart Dirk Gottwald und Musa Laledere, der erst kürzlich vom SV Wersten an den Volksgarten gelotst worden ist und bereits mit zwei Treffern zu Buche steht. Trotz der "guten Namen" (Mewes), mit denen der VfR aufwarten kann, ist Mewes zuversichtlich, auch an der Hammer Landstraße bestehen zu können. "Wir haben Luft für 120 Minuten und scheuen keinen Zweikampf."

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