Lokalsport : Mehr Spitzenspiel geht nicht

Fußball-Bezirksliga: Verfolger Holzheim erwartet heute Spitzenreiter S. Tönis.

Auch wenn sich Trainer Guido van Schewick gegen diese Feststellung vehement wehrt: Der zweite Tabellenplatz in der Bezirksliga-Gruppe 4 und damit die Relegation um den Landesliga-Aufstieg ist seiner Holzheimer SG sechs Spiele vor Saisonende angesichts von acht Punkten Vorsprung kaum noch zu nehmen. Deshalb kann man es einfach erklären: Will die HSG Meister werden und direkt aufsteigen, hilft heute gegen Teutonia St. Tönis (20 Uhr) nur ein Heimsieg. Es ist das lang ersehnte absolute Spitzenspiel der beiden mit Abstand besten Mannschaften dieser Saison.

"Wir wissen, dass wir gewinnen müssen", sagt van Schewick angesichts eines Rückstands von drei Zählern auf den Spitzenreiter, der zudem über das um elf Treffer bessere Torverhältnis verfügt. Zu verlieren hat seine Elf ohnehin wenig, da die so gut wie sichere Relegation in diesem Jahr nur ein Hin- und Rückspiel gegen einen Konkurrenten umfasst - und damit deutlich humaner ist als im Vorjahr, als sich acht Teams, darunter vergeblich auch der SV Uedesheim, um nur ein Landesliga-Ticket stritten. Will die HSG diese Relegation vermeiden, muss sie heute die härteste Aufgabe der Saison lösen. Schließlich spielt beim Gegner - schon vor der Saison unisono als Aufstiegsfavorit Nummer eins gehandelt - fast ausschließlich Spitzenpersonal. Allen voran Burhan Sahin, der unglaubliche 44 Tore in 24 Spielen auflegt. Unterstützt wird der Torjäger, der erst in fünf Saisonspielen nicht getroffen hat, vor allem von Brian Drubel (elf Tore, 21 Vorlagen), der im Vorjahr noch Oberliga-Stammspieler in Meerbusch war und Kapitän Jochen Höfler (15 Tore), der einst beim FSV Frankfurt, RB Leipzig und KFC Uerdingen kickte.

  • Lokalsport : In Holzheim lebt der Traum vom Aufstieg
  • Lokalsport : Bezirksliga: Pflichtaufgabe für Holzheim
  • Lokalsport : Holzheim schaltet den Rheydter SV aus

"Was will man da sagen? Das ist einfach sehr stark", stellt van Schewick lachend fest, erinnert aber gleichzeitig an das Hinspiel, das seine HSG nach 2:4-Rückstand ab der 83. Minute noch völlig auf den Kopf stellte und 5:4 siegte. "Da haben wir gesehen, zu was wir auch in solchen Situationen gegen so einen Gegner noch in der Lage sind", findet der Coach.

(cpas)