Jüchen : Mehr Platz in Kindergärten

In fünf Kindergärten wird oder wurde gebaut: Sowohl kommunale als auch kirchliche Einrichtungen sollen ihr Angebot bis 2013 deutlich erweitern. Das Ziel: eine ortsnahe Versorgung. Hunderttausende werden investiert.

Zwei Kindergärten in Jüchen werden gerade umgebaut; weitere werden folgen oder sind bereits erweitert worden. Warum die Handwerker in der kommunalen Kita "Rappelkiste" in Kelzenberg und in der katholischen Einrichtung "Unserer lieben Frau" an der Alleestraße anrücken: Für die Unter-Dreijährigen soll bis Sommer 2011 im gesamten Gemeindegebiet eine Quote von 26,6 Prozent erreicht werden.

Erste Schritte, um bis 2013 genügend Plätze vorweisen zu können. Denn dann besteht ein Rechtsanspruch auf Betreuung für den Nachwuchs, Eltern können ihn einklagen. "Unser Ziel ist, in allen Einrichtungen U3-Plätze anzubieten, so dass die Eltern möglichst wenig fahren müssen", sagt Hermann Zohren (59). Er kümmert sich beim Jugendamt um die Kindergartenversorgung für Jüchen, Rommerskirchen und Korschenbroich. Zohren rechnet damit, dass es in Jüchen "keine Probleme mit Kita-Plätzen geben wird". Man habe versucht, sowohl kirchliche als auch kommunale Träger in die Ausbaupläne einzubeziehen.

Beispiel Jüchen An der Alleestraße wird Platz für eine vierte Gruppe geschaffen. Bereits ausgebaut wurde als künftiges Familienzentrum die "Villa Kunterbunt". Hier können künftig 15 Mädchen und Jungen spielen; acht Plätze sollen an Kleine im Alter zwischen vier Monaten und drei Jahren vergeben werden. Das Investitionsvolumen liegt bei 200 000 Euro, 80 Prozent finanziert der Landschaftsverband Rheinland (LVR). Mit Geld aus dem Konjunkturpaket II wird das Dachgeschoss ausgebaut.

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Beispiel Kelzenberg Hier soll — wie auch in der Kita Garzweiler — eine weitere altersgemischte Gruppe eingerichtet werden.

Beispiel Otzenrath Der katholische Kindergarten St. Simon und Thaddäus soll langfristig umgebaut werden. Wann genau, weiß Hermann Zohren aber noch nicht: Bisher sei der Umbau von Jahr zu Jahr verschoben worden: "In Otzenrath haben wir eine besondere Situation. Der Kindergarten ist so stark ausgelastet, dass wir keine Plätze für jüngere Kinder umwandeln können." Würde man dies tun, würde die älteren Kinder benachteiligt werden.

Beispiel Gierath Bereits erweitert auf vier Gruppen wurde der St. Martinus-Kindergarten in Gierath. Im August konnte Bischof Karl Borsch die neuen Räume einweihen. Entstanden sind zwölf weitere Plätze für Unter-Dreijährige; insgesamt können 89 Kinder betreut werden. Finanziert wurde der Umbau vom Land NRW und der katholischen Kirche. Der Zuschuss des Landes lag bei rund 240 000 Euro.

(NGZ)