Modernisierung des Kreisaltenheims: Mehr Lebensqualität

Modernisierung des Kreisaltenheims : Mehr Lebensqualität

Von Ruth Wiedner

Von Ruth Wiedner

Die Erweiterung und Modernisierung des Kreisaltenheims an der Freiheitsstraße in Korschenbroich schreitet in großen Schritten voran. "Wir liegen voll im Zeitplan", erklärte dann auch Kreissozialdezernent Stefan Stelten gegenüber der NGZ.

Die Kreiseinrichtung, die neuerdings den klangvollen Namen "Seniorenhaus" trägt, verfügt mit Beendigung des ersten Bauabschnittes jetzt auch über eine großzügige Cafeteria. Und so herrschte am Donnerstag im Kreisaltenheim Festtagsstimmung anlässlich der feierlichen Übergabe durch den stellvertretenden Landrat Dr. Hans-Ulrich Klose.

"Altenwohnheime oder Pflegeheime sollen so ausgestattet sein, das sie ihren Bewohnern auch wirklich ein Heim sein können", unterstrich Klose die Bedeutung. "Durch die neue Cafeteria wurde ein Weg gefunden, der mehr Miteinander schafft und die Möglichkeit zum Austausch untereinander bietet." Der gut 100 Quadratmeter große Glas-Pavillon mit einer Außenterrasse bietet den Hausbewohnern und ihren Angehörigen einen weiteren Aufenthaltsort. Die einladende Atmosphäre wird durch kleine Sitzecken unterstrichen.

Als "ein Stück Lebensqualität" bewertete auch Heimleiter Manfred Sommerhäuser die neue Cafeteria. "Dieser Bereich kann zu jeder Tageszeit von unseren Bewohnern und ihren Besuchern genutzt werden", so Sommerhäuser. Doch damit nicht genug. Sommerhäuser konnte auch im Vorfeld mit Truss Nüsser, Maria Hellwig, Christa Heffels, Lotte Schwidich, Karin Dommers und Erika Borchert sechs ehrenamtliche Helferinnen gewinnen, die in dem neuen Trakt ab Montag - und dann täglich - Kaffee und Kuchen ausgeben.

Die Ausgabe ist zunächst für die Zeit von 14.30 bis 16.30 Uhr vorgesehen. Im Frühjahr soll das Angebot dann noch durch eine Terrassenbestuhlung ergänzt werden. Sommerhäuser träumt auch von einer Skulptur für die Rasenfläche. Eine überdimensionierte Pusteblume eines Willicher Künstlers hat es ihm angetan.

"Doch hier wird's wohl am Geld scheitern", merkte Sommerhäuser mit Blick auf die Baukosten resignierend an. Für die Cafeteria wurden zunächst 300 000 Euro verbaut. Für die komplette Erweiterung und Modernisierung, die zum Jahresende abgeschlossen sein wird, sind 2,5 Millionen Euro angesetzt.

Mit den Bauarbeiten wurde im vergangenen Oktober begonnen. Mit der Erweiterung sollen die Erkenntnisse und Maßgaben moderner Altenpflege umgesetzt werden und 21 Einbett-Zimmer entstehen. Dabei wird die Zahl der Betten nicht erhöht - vielmehr die bisherigen Doppel-Zimmer in Einbett-Zimmer umgewandelt. Insgesamt stehen nach dem Umbau den Bewohnern 83 Einbett-Zimmer und 17 Zweibett-Zimmer zur Verfügung.

Damit bleibt die Zahl der Bewohner mit 117 auch nach der Fertigstellung gleich. Für Stefan Stelten ist dies eine Verpflichtung: "Wir dürfen nicht stehen bleiben." Das heißt für den Kreissozialdezernenten: "Wir müssen fortlaufend in das Haus investieren."

(NGZ)
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