Korschenbroich : Mehr Bauland für die Stadt

Das Signal aus Düsseldorf ist positiv: Wenn die Bezirksregierung Ende 2013 den Regionalplan verabschiedet, kann Korschenbroich über mehr Bauland verfügen. Langfristig stehen der Stadt dann weitere 11,5 Hektar zur Verfügung.

Gewerbesteuereinbrüche, Nachtragshaushalt und Sparpakt — trotz aller Negativmeldungen gibt es für die Stadt Korschenbroich ein positives Signal aus Düsseldorf. "Bei der Neuaufstellung des Regionalplanes wurde die ursprünglich für Wohnbauflächen angesetzte Fläche für Korschenbroich von zwei auf jetzt fünf Hektar erhöht", teilte Dieter Hoffmans dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Denkmal mit. "Das ist mehr als erwartet." Nach Hoffmans Rechnung kann Korschenbroich ab 2014 sogar über weitere 11,5 Hektar Wohnbaufläche verfügen. Die Stadtverwaltung selbst hat der Bezirksregierung dafür das "Raderbroicher Feld" vorgeschlagen.

"Raderbroicher Feld"

Da die Freifläche jenseits des Korschenbroicher Bahnhofes nicht durch bereits vorhandene Wohnsiedlungen begrenzt ist, könnte das mögliche Baugebiet dann bis zur Ortsgrenze Raderbroich ausgedehnt werden. "Die Bezirksregierung muss hier aber noch zustimmen", erklärt Dieter Hoffmans das Prozedere. Der Entwurf des Regionalplanes, der auf 20 Jahre ausgelegt ist, soll bis zum Jahresende vorliegen. Ab Frühjahr wird das Gesamtwerk in den Gremien behandelt — für Hoffmans ein "formales Verfahren": "Ich erwarte, dass der neue Regionalplan für den Regierungsbezirk Düsseldorf dann Ende 2013 in Kraft tritt."

Allerdings handelt es sich bei der Entwicklungsfläche "Raderbroicher Feld" zunächst um Zukunftsmusik: Das Baugebiet Korschenbroich-West und die Flächen im Kleinenbroicher Holzkamp sind zuerst an der Reihe. Sie werden bereits im gültigen Flächennutzungsplan ausgewiesen.

Da aus dem aktuellen Regionalplan vom Stadtrat seinerzeit auch Flächen wie beispielsweise das "Neersbroicher Feld" (zwischen Rheydt Straße und der L31n gelegen) als mögliches Baugebiet komplett gestrichen wurde, profitiert die Stadt heute davon: "Das Neersbroicher Feld wird im neuen Plan nicht mehr gelistet. Der damals ermittelte Bedarf wird daher um diese und andere Streichflächen um weitere 6,5 Hektar aufgestockt", rechnet Dieter Hoffmans vor. "So kommen wir als Stadt auf Entwicklungsflächen in der Größenordnung von 11,5 Hektar."

Für den Amtsleiter ist damit noch nicht das letzte Wort gesprochen: "Da in und um Düsseldorf der Bedarf an Bauland nicht mehr gedeckt werden kann, können wir uns vielleicht noch über einen Nachschlag in Sachen Baugebiet freuen." Pro Hektar rechnet der Experte übrigens mit 25 Einfamilienhäusern. Was im gültigen Regionalplan verankert ist, muss von den Kommunen nicht zwingend umgesetzt werden. "Aber die Option besteht", stellt Hoffmans die Vorteile dieser langfristigen Vorgaben heraus.

(NGZ/ac/rl)
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