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Korschenbroich: Mehr Anmeldungen für das Gymnasium

Korschenbroich : Mehr Anmeldungen für das Gymnasium

Es war lediglich ein Ausreißer: Nachdem zu Beginn des laufenden Schuljahres am Gymnasium Korschenbroich lediglich drei Eingangsklassen gebildet werden konnten, wird es im Sommer fünf neue fünfte Klassen geben. Insgesamt werden nach derzeitigem Stand 131 Grundschüler aufs "GyKo" wechseln, wie jetzt im Bildungsausschuss bekannt wurde. Damit entspricht das Gymnasium wieder den Prognosen des 2010 fortgeschriebenen Schulentwicklungsplans: Dieser geht davon aus, dass "langfristig eine Vierzügigkeit vorliegen wird und nur in einzelnen Jahrgängen drei Eingangsklassen gebildet werden".

"Kein greifbares Ergebnis" haben nach den Worten von Direktorin Beatrice Schmitz die Recherchen gebracht, warum viele Korschenbroicher Kinder, die ein Gymnasium besuchen, dies nicht in Korschenbroich tun. Zuletzt waren es immerhin 50 Prozent. Insbesondere bei Grundschülern aus Glehn ist das Phänomen altbekannt. Zum Schuljahr 2010/2011 hatten lediglich drei zu einem Gymnasium wechselnde Kinder das "GyKo" gewählt. An den Recherchen war auch die Schulpflegschaft beteiligt.

Die festgestellten Motive, warum Glehner Eltern ihre Kinder an anderen Gymnasien anmelden, sind vielfältig. "Klassiker", wie der Ausspruch, Glehn habe sich Korschenbroich noch nie zugehörig gefühlt, waren ebenso zu hören, wie Klagen über nicht optimale Busverbindungen. Auch die Wahrnehmung, dass das Gymnasium in Korschenbroich anspruchsvoller sei als andere Schulen, spielt der Direktorin zufolge eine Rolle. Die Untersuchung soll fortgeführt werden.

Wie die jüngsten Zahlen zeigen, hat sich die Situation aber auch in Glehn inzwischen wieder eingependelt. Ab nächstem Schuljahr wird es in Korschenbroich 15 neue Glehner Gymnasiasten geben. "Das entspricht dem, was wir in der Vergangenheit zu verzeichnen hatten", erklärte Beatrice Schmitz im Ausschuss. In der Regel seien es jeweils zwölf bis 15 Jungen und Mädchen aus Glehn, die zum Gymnasium in Korschenbroich wechseln.

Der Einzugsbereich des "GyKo" ist dessen ungeachtet beträchtlich: Schüler aus Kaarst und Büttgen besuchen es laut Beatrice Schmitz ebenso wie solche aus den Mönchengladbacher Stadtteilen Lürrip und Neuwerk. Insbesondere in der Mittelstufe seien viele Schüler aus Neuss und Mönchengladbach anzutreffen.

Die Diskussion über Gesamt- oder Gemeinschaftsschule wird in Korschenbroich wohl auch in absehbarer Zeit keine Rolle spielen. "Unsere Schullandschaft ist gut aufgestellt, daran möchten wir nicht rütteln", erklärte Wolfgang Kauertz (CDU).

(NGZ)