Jüchen : McDonald's will nach Jüchen

Die US-Fast-Food-Kette interessiert für eine noch freie Fläche im Gewerbegebiet Neusser Straße, seit mehreren Monaten wird bereits verhandelt. Eine Eröffnung könnte mit dem zweiten 3M-Hochlager möglich sein.

Ende des Jahres will 3M in seinem angemieteten zweiten Hochlager an der Neusser Straße die Arbeit aufnehmen. Dann könnte — wenn die Verträge bis dahin unterschrieben — ein zweiter, prominenter Nachbar ebenfalls seine Arbeit aufnehmen: McDonald's.

Die letzte freie Fläche im 81 000 Quadratmeter großen Gewerbegebiet Neusser Straße könnte von McDonalds's belegt werden. Foto: M. reuter

An der Neusser Straße hat die US-FastFood-Kette vitales Interesse, wie Bürgermeister Harald Zillikens auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte: "Die Gespräche laufen bereits seit mehreren Monaten." Er könnte sich noch eine Eröffnung in diesem Jahr vorstellen.

Damit könnte die Landgemeinde beim "Name dropping" von prominenten Unternehmen durchaus zum Kreis der Topplayer gehören: nach 3M, Polo und der im Sommer eröffneten "stop & go"-Zentrale wäre damit an der Neusser Straße ein weiterer bekannter Name und Frequenzbringer vertreten.

McDonald's betreibt in der Umgebung noch eine Filiale in der Nachbarstadt Grevenbroich. Neben dem dortigen Standort in Wevelinghoven war die zweite Adresse in der Innenstadt, im Einkaufszentrum Montanushof, 2010 aufgegeben worden.

Das Gewerbegebiet an der Neusser Straße erhält zurzeit ein neues Gesicht: Am 30. September soll für den Hallenkomplex der Spedition Kleine das Richtfest gefeiert werden. Der Spediteur aus Grevenbroich-Kapellen errichtet die Hallen für den Weltkonzern 3M, der damit sein Hochlager erweitern will.

Innerhalb dieses Gewerbegebiets an der Neusser Straße ist noch eine drei-eckige Fläche vakant. Sie soll laut Bebauungsplan für "autobahnaffines Gewerbe" wie Schnellrestaurants oder Tankstellen genutzt werden — eine Beschreibung, die auf McDonald's passt.

Vonseiten der Fast-Food-Kette war gestern keine offizielle Stellungnahme zum Aussehen des künftigen Standorts oder zur Zahl der Mitarbeiter zu erhalten. Bürgermeister Harald Zillikens bestätigte das "starke Interesse" des Burger-Riesen am Standort Jüchen — und betonte auch sein Interesse an einem Vertragsabschluss: "Wir hätten an dieser Stelle laut Bebauungsplan auch eine Spielhalle ansiedeln können. Ein Schnellrestaurant wäre mir aber deutlich lieber."

Eine weitere Eröffnung an der Neusser Straße noch in diesem Jahr hält der Jüchener Verwaltungs-Chef für "nicht zwingend notwendig, aber machbar": Denn die notwendigen Kanal- und Versorgungsleitungen seien wegen des 3M-Projekts bereits gelegt.

(NGZ)