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Radsport: Max Stahr: Von der Tour de Neuss nach Schweden

Radsport : Max Stahr: Von der Tour de Neuss nach Schweden

Für Max Stahr bedeutet die Tour de Neuss eines seiner vorerst letzten Rennen auf deutschem Boden. Der 21-Jährige, der fünf Jahre im Trikot des VfR Büttgen fuhr, zeitweise bei seinem Trainer Peter Nilges unterm Dach wohnte und in dieser Zeit auf Bahn und Straße sieben Deutsche Meistertitel bei Jugend und Junioren sammelte, bricht seine Zelte im Rheinland ab.

"Nachdem er sein Abitur bestanden hat, geht Max nach Schweden", erzählt Nilges. Und das aus sportlichen Gründen: "In Deutschland kannst du im Moment im Radsport nichts werden", sagt der Mann, der seit Jahren in Büttgen immer wieder Talente hervorbringt — und immer wieder mitansehen muss, wie viele von ihnen bereits in jungen Jahren ihre Karriere mangels Perspektive beenden.

"Andere Länder sind uns da um Längen voraus", weiß Nilges. Und führt als Beleg den Mann an, der bei der Tour de France derzeit im Grünen Trikot des punktbesten Sprinters fährt und drei Etappensiege feiern konnte: der Slowake Peter Sagan. "Der hat damals die kids-tour in Berlin mit drei Sekunden Vorsprung auf Max gewonnen", erinnert sich Nilges an den genau ein Jahr älteren Slowaken, der auch mehrmals zum Training in Büttgen war. Max Stahr will ihm nun in der Fremde nacheifern: "Gerade weil Schweden keine so genannte Radsportnation ist, hat er da größere Aufmerksamkeit", ist Nilges sicher.

(-vk)