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Marten Konrad aus Dormagen bei EM auf Platz fünf

Kanu-Slalom : WSC-Fahrer auch im Einzel stark

Bei den Junioren-Europameisterschaften im Kanu-Slalom überzeugte Marten Konrad aus Dormagen nicht nur mit der Mannschaft, sondern ebenso auf eigene Rechnung.

Die Junioren-Europameisterschaften in Tschechien wird Marten Konrad vom WSC Bayer Dormagen in bester Erinnerung behalten. Nachdem er zunächst mit der deutschen Kajak-Mannschaft die Silbermedaille geholt hatte, legte er im Einzelwettbewerb auch noch einen starken fünften Platz nach.

Auf der Wildwasserstrecke in Budweis maßen sich in einem hochspannenden Wettkampf die besten dreißig Fahrer Europas miteinander, wobei Marten Konrad direkt bewies, dass er in Topform ist. Mit dem neunten Platz qualifizierte er sich sicher für das Finale. Teamkamerad Enrico Dietz aus Bad Kreuznach schaffte es auch noch glücklich mit Platz 15. Im Finale ging es dann richtig zur Sache: 15 Talente aus zehn europäischen Nationen wetteiferten um den Titel und die Medaillen. Mit einer fesselnden Leistung kämpfte sich Konrad durch den Parcours, ließ sich von einer Torstabberührung an Tor 10 nicht beirren und wagte, die schwergehängte Kombination mit Tor 18 direkt zu fahren. Sein Mut wurde belohnt: Um über zwei Sekunden konnte er seine Fahrtzeit gegenüber dem Halbfinale verbessern und fuhr damit unter die Top 5 Europas hinter dem bärenstarken Franzosen Titouan Castryck, der bereits die WM gewonnen hatte, und drei Fahrern aus Osteuropa. Die starken Athleten und Lokalmatadoren aus Tschechien ließ er ebenso hinter sich wie den zweiten Deutschen Dietz, der einen guten zehnten Platz belegte. „Gute Leistung, ich möchte aber arbeiten, um im nächsten Jahr meine Medaillenchancen noch zu erhöhen“, resümierte der siebzehnjährige Konrad mit einem professionellen Blick in die Zukunft. Im kommenden Jahr kann er noch einmal bei den Junioren angreifen. Auch für die Finalausscheidungen im Extremslalom qualifizierte sich Konrad dann noch am selben Tag. Im Viertelfinale kam dann aber das Aus wegen einer falschen Torbefahrung. „Das konnte aber seine Freude über sein herausragendes Ergebnis bei den Klassikern nicht schmälern“, meinte WSC-Pressewartin Elsbeth Faber.