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Jüchen: Marlene Dietrichs Auto bei "Classic Days"

Jüchen : Marlene Dietrichs Auto bei "Classic Days"

Ein Auburn Speedster, der einst Marlene Dietrich gehörte, ist eines der Highlights bei den "Classic Days" vom 2. bis 4. August am Schloss Dyck. Stargast ist in diesem Jahr der britische Motorrad- und Formel 1-Rennfahrer John Surtees.

"Gib Acht!" lautet das Motto der "Classic Days" auf Schloss Dyck in diesem Jahr — die zahl acht spielt dabei in mehrfacher Sicht eine Rolle: Das renommierte Oldtimertreffen Anfang August geht zum einen in seine achte Auflage. "Was als Hobby begann, ist auch weiterhin ein Hobby, aber im viel größeren Umfang. Dennoch macht es Spaß, denn wir sehen den Erfolg", sagt der Begründer der "Classic Days", Marcus Herfort. Mehr als 26 000 Besucher kamen im vergangenen Jahr.

Wollen im August wieder zehntausende Oldtimer-Fans begeistern: Rüdiger Königs (l.), Marcus Herfort (2.v.r.) mit Thomas Gerwers (r.) sowie Jens Spanjer. Foto: LB

Die Zahl acht steht aber auch für den Ehrengast in diesem Jahr: John Surtees gewann sieben Weltmeistertitel auf dem Motorrad und einen in der Formel 1. "Ein alter Recke aus der Zeit des Motorsports, als die Rennen noch richtig gefährlich waren", so Herfort.

Mit dem 79-jährigen Briten konnte wieder ein prominenter Rennfahrer gewonnen werden, der selten in Deutschland auftritt. Vielleicht wird John Surtess selbst am Steuer einen Oldtimer über die Rundstrecke der "Racing Legends" lenken. Auf jeden Fall darf er von den Besuchern auf Autogramme oder eine kleine Unterhaltung angesprochen werden.

Weitere prominente Fahrer haben ihr Kommen zugesagt: Roland Asch, Dieter Glemser, Jochen Mass und die frühere Rallye-Pilotin Ewy Rosqvist. Darüber hinaus ist auch der Name des Schirmherrn in der Auto-Szene gut bekannt — Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Ob er den "Classic Days" einen Besuch abstattet, wird sich kurzfristig entscheiden. Kann er nicht kommen, würde der Minister einige beeindruckende Automobile mit spannender Geschichte verpassen. Ein Höhepunkt der "Classic Days" ist der Auburn Speedster 851: Er gehörte einst Marlene Dietrich. Auch der Lagonda Rapid von Clark Gable ist zu sehen.

Auch technische Raritäten werden wieder reichlich präsentiert: Der Fiat Mephistopheles von 1908 brach zu seiner Zeit mit Tempo 234 den Geschwindigkeitsrekord und kommt direkt aus der Sammlung des Automobilbauers in Turin. Im zweistelligen Millionenbereich liegt der Wert des wohl teuersten Oldtimers, der wahrscheinlich aus dem Mercedes-Museum zum Schloss gebracht wird. Die Einzelstücke aus der traditionsreichen Karosserie-Schmiede Erdmann und Rossi besitzen ebenfalls großen Wert.

Als ältester Teilnehmer ist ein De Dion-Bouton von 1896 gemeldet. "Der Besitzer wird es sich nicht nehmen lassen und auf der Rundstrecke mit den dreieinhalb PS mitfahren", sagt Herfort. Insgesamt werden rund 200 Fahrzeuge an den Aktionen teilnehmen. Hinzu kommen mehrere tausend beim Treffen der Oldtimerclubs auf der großen Wiese des Miscanthusfelds. Ein weiteres Thema des Wochenendes wird das "Wirtschaftswunder Auto" sein. "Wir werden einige historische Werbemobile ausstellen", sagt Rüdiger König vom Organisationsteam.

Zudem laden die Veranstalter alle Besucher ein, in zeitgemäßer Kleidung das Oldtimertreffen zu besuchen. Wer vorab ein Foto von sich schickt und am Tage in stilechter Garderobe erscheint, bekommt eine Flasche Prosecco geschenkt.

(NGZ)