Jüchen : Markt der Hobbykünstler

Der Martinsmarkt in der Bürgerhalle zog Besucher nicht nur aus der Gemeinde an. Sie sahen und kauften viel Selbstgemachtes: Rund 30 Hobbykünstler aus Jüchen und Umgebung sorgten für ein sehr vielseitiges Angebot.

Hochbetrieb herrschte beim Martinsmarkt der Gemeinde im Bürgerhaus an der Rektor-Thoma-Straße. Rund 30 Hobbykünstler aus Jüchen und Umgebung nutzten die Gelegenheit, den zahlreich in die Halle strömenden Besuchern ihre liebevoll von Hand gefertigten Arbeiten zu präsentieren und natürlich zu verkaufen.

Das Spektrum reichte von selbst gebasteltem Weihnachtsdekorationen über Schmuck aus Silber oder Glasperlen bis zu Spielzeug und Accessoires. Auch Gemälde, Strick- und Näharbeiten sowie leckere Marmelade waren in dem reichhaltigen Angebot vertreten.

Zum ersten Mal als Ausstellerin beim Martinsmarkt war Diana Mehl (58) aus Holz. Sie lockte die Besucher mit auffälligen Acrylbildern. Poetische Titel wie "Geburt der Sterne", "Explosion" oder "Die Welle" gaben einen Hinweis auf die abstrakten Motive. "Ich male seit etwa acht Jahren, seit ich aufgehört habe zu arbeiten", sagte sie. "Als Goldschmiede- und Uhrmachermeisterin liegt mir das kreative Arbeiten."

Tagelanges Schaffen stecke in jedem Bild, denn die Schichten müssen jedesmal erst trocknen, bevor sie weiterarbeiten könne. Die übrige Zeit vertreibt sie sich mit Holzsägearbeiten: Ein großer Weihnachtsmann und ein Engel zeugen von dem zweiten Talent.

Zum "harten Kern" der Aussteller gehören Irmgard Schewior aus Jüchen und Karin Burger aus Neuenhausen. Die beiden Frauen sind ein eingespieltes Team und nähen hingebungsvoll kuschelige Bären und Schafe. "In diesem Jahr haben wir auch Nikolaussocken im Angebot", sagte Irmgard Schewior. "Auch sie sind mit Bären verziert."

Zu ihrem Bedauern hatten sie in diesem Jahr nicht die benötigte Ausstellungsfläche zur Verfügung. Die Kuscheltiere mussten auf einem Tisch eng zusammenrücken — der Rest wartete im Lager "Das hat uns schon geärgert. Dennoch sind wir gerne hier beim Martinsmarkt", sagte Schewior beinahe versöhnt.

An Bildern, Schmuck und liebevoll handgefertigten Krippen kamen die Besucher auch bei Gerti Oellers vorbei. Die 62-jährige Hochneukircherin investiert viel Zeit in das Nähen von Schürzen, Tischdecken und Kissenhüllen. "Mittlerweile fange ich schon morgens um sieben Uhr mit dem Nähen an", erzählte die ehemalige Bankkauffrau. Neu im Sortiment: individuell gestaltete Namenskissen, für die sie auch die Füllung selbst herstellt. "Sie sind das ideale Geschenk für Neugeborene."

Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte das Caféteria-Team um Dagmar Coenen. Unermüdlich teilte es Kaffee, Kuchen, Bockwürstchen und Nudelsalat an die hungrigen Besucher aus.

(NGZ)