Jüchen: Loreta-Kapelle wird eingeweiht

Jüchen: Loreta-Kapelle wird eingeweiht

Holz (S.M.) Gut zweieinhalb Jahre nach dem letzten Gottesdienst in der alten Holzer Kapelle wird am kommenden Samstag, 24.März, Pfarrer Hans-Peter Jeandrée die am Umsiedlungsort neu errichtete Kapelle feierlich einweihen. Gut zehn Monate haben die Bauarbeiten für das neue Sakralgebäude gedauert, die sich angesichts baurechtlicher Schwierigkeiten deutlich verzögert haben.

Holz (S.M.) Gut zweieinhalb Jahre nach dem letzten Gottesdienst in der alten Holzer Kapelle wird am kommenden Samstag, 24.März, Pfarrer Hans-Peter Jeandrée die am Umsiedlungsort neu errichtete Kapelle feierlich einweihen. Gut zehn Monate haben die Bauarbeiten für das neue Sakralgebäude gedauert, die sich angesichts baurechtlicher Schwierigkeiten deutlich verzögert haben.

Ursprünglich nämlich hatten Heinz Mostert und seine Mitstreiter von der "Interessengemeinschaft Loreta-Kapelle" gehofft, bereits zum Schützenfest im August 2006 fertig zu sein. All dies ist jetzt jedoch Schnee von gestern, zumal die Interessengemeinschaft auch andere Hindernisse erfolgreich hat überwinden können.

Nachdem das Bistum Aachen vor gut drei Jahren deutlich gemacht hatte, dass im Umsiedlungsort keine Gottesdienste mehr gefeiert werden sollen, stellten sich die Bürger auf die Hinterbeine: In Eigenregie wollten sie nun dafür sorgen, dass die Jahrhunderte währende Tradition der Kapelle nicht enden möge, auch wenn vom Bistum kein Cent zu dem Projekt beigesteuert wurde. Im Januar 2005 gründete sich die Interessengemeinschaft um Heinz Mostert und seinen Stellvertreter Robert Reinertz, die heute 56 Mitglieder zählt.

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Der Aachener Städteplaner Professor Horst Ulrich hat die Pläne für die 24 Quadratmeter große Kapelle entworfen, die etwa 30 Gläubigen Platz bietet und sich am "Original" orientiert: Alternativentwürfe von Professor Ulrich waren im Herbst 2004 im Bürgerbeirat verworfen worden. Nicht nur der äußeren Form nach erinnert das neue Bauwerk an seinen Vorgänger: Neben der Tür und dem Vordach der alten Kapelle wurden auch zwei Glocken für das neue Gebäude verwendet.

"Wir haben so gearbeitet, dass wir mit der Entschädigungszahlung hinkamen", sagt Heinz Mostert im Rückblick auf die vergangenen Jahre. Während die - inzwischen zugemauerte - Kapelle 1846 errichtet wurde, reichen ihre Wurzeln bis ins 17. Jahrhundert zurück: Der Kölner Goddart Fassbender stiftete die Kapelle und verfügte, dass sie nach einer auch in Köln vorhandenen Loreta-Kapelle benannt werden sollte.

Waren in der alten Kapelle zuletzt fünf Jahre lang auch Sonntagsmessen gefeiert worden, werden in dem neuen liturgischen Gebäude vorwiegend Andachten abgehalten. Auch bei der Einweihung wird dem Wunsch des Bistums Rechnung getragen und keine heilige Messe, sondern "lediglich" ein Wortgottesdienst gefeiert. Angesichts des am kommenden Samstag zu erwartenden Andrangs werden die 30 Plätze in der Kapelle allerdings wohl kaum ausreichen. Im eigens aufgestellten Zelt können die Teilnehmer der Einweihung nach der religiösen Zeremonie dann bei Kaffe und Kuchen weiterfeiern.

(NGZ)
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