Korschenbroich : Löschzug hofft auf Neubau

Die Feuerwehr in Kleinenbroich plagt ein Platzproblem. Ohne Anbau, Ausbau oder Neubau geht an der Hochstraße bald nichts mehr. Mögliche Lösung: Wenn der Kindergarten 2013 umzieht, geht das Gebäude an den Löschzug.

Was genau in Kleinenbroich passieren wird, ist noch offen. Fest steht aber: Im Brandschutzbedarfsplan ist für die Freiwillige Feuerwehr Kleinenbroich eine Erweiterung fest verankert. "Da muss wirklich etwas passieren", erklärt Korschenbroichs Feuerwehrchef Frank Baum (38). "Die Jungs haben ja schon jetzt kaum Platz zum Umziehen."

Denkt Baum an den Ernstfall, merkt er kritisch an: "Die Spinde sind so eng gestellt, dass die Kameraden bei der Alarmierung aufpassen müssen, dass sie sich nicht gegenseitig ausknocken." Dem Bürgermeister war es zunächst wichtig, den Standort zu sichern. "Geplant wird ab 2013, gebaut wird 2014", skizzierte Heinz Josef Dick das Zeitfenster.

Unterschiedliche Lösungsansätze

Möglichkeiten gibt es nach dem Umzug der städtischen Kindertagesstätte viele: Die Feuerwache, 1967 errichtet, könnte durch einen Anbau erweitert werden. Eine Verbindung zum jetzigen Kita-Gebäude war ebenfalls einmal angedacht. Doch hier hat Stadtkämmerer Bernd Dieter Schultze schon abgewunken: "Die Bausubstanz lässt zu wünschen übrig."

Auch Wehrführer Frank Baum tastet sich vorsichtig an das Thema heran: "Das Kita-Haus ist nicht für einen Löschzug konzipiert." Für ihn ist — ohne jetzt ins Detail gehen zu können — ein Abriss die beste Lösung. Da schließt er das jetzige Feuerwehrgerätehaus mit ein. "Auch das müsste weg. Das Gebäude ist alt, eng und einfach viel zu klein", merkt Baum kritisch an. "Wir planen hier nicht für fünf Jahre. Das neue Gerätehaus soll und muss zukunftsorientiert sein", fordert Frank Baum.

Das Feuerwehrgerätehaus an der Hochstraße in Kleinenbroich stammt von 1967, es ist für 30 Feuerwehrmänner ausgelegt. Mit dem Jahreswechsel zählt der Löschzug aber bereits 43 Aktive. Das heißt für die Freiwilligen, immer enger zusammenrücken. Es fehlen Toiletten, Duschen und Fläche für neue Spinde und Räume für die Jugendfeuerwehr.

"Die beiden Mädchen sind vorübergehend in der Waschküche untergebracht, die 13 Jungen nutzen ein altes Büro als Umkleideraum", beschreibt Baum die Situation. Und vier Einsatzfahrzeuge werden in einer Halle geparkt, die für drei Autos konzipiert ist. Die anfänglichen Überlegungen, die Feuerwehr möglicherweise ins Holzkamp-Gelände auszulagern, sind vom Tisch. "Wir halten am Standort Hochstraße fest", betont Baum, der im direkten Kontakt mit Löschzugführer Uwe Foerster steht.

"Wir könnten 2013 planen, 2014 bauen und einziehen", sagt Frank Baum und bezieht sich auf den Brandschutzbedarfsplan. "Wenn wir einen Neubau durchsetzen können, ist natürlich auch die Sicherheit gewährleistet. Dann wird für die Übergangsphase eben ein Zelt aufgebaut."

(NGZ/rl)