Ringen : Viel Lob für den KSK Konkordia Neuss

(-vk) Am Sonntag war Hermann J. Kahlenberg geschafft. Kein Wunder, hatte der Ehrenpräsident doch die voraufgegangenen beiden Tage fast zur Gänze in der Hammfeldhalle verbracht, wo „sein“ KSK Konkordia Neuss die Deutschen Jugend-Mannschaftsmeisterschaften im Ringen ausrichtete.

„Den Abbau mussten sie dann ohne mich hinkriegen“, sagt Kahlenberg. Was nicht weiter verwundert, schließlich ist der 73-Jährige gesundheitlich angeschlagen und kann sich nur auf Krücken fortbewegen. Um so mehr freute ihn das viele Lob aus berufenem Munde, das der Kraftsportklub für die Ausrichtung der Titelkämpfe, den achten seit den Deutschen B-Jugendmeisterschaften im Jahre 1981, einheimste. „Wir kommen immer gerne nach Neuss, das hat sich in diesem Jahr wieder bestätigt“, lautete die Bilanz von Klaus Blank, dem Jugendreferenten des Deutschen Ringer-Bundes (DRB), der als Gesamtleiter der Meisterschaften fungierte. In seinen Augen ist der KSK Konkordia aber nicht nur als Ausrichter vorbildlich, sondern auch als Vorreiter in Sachen Jugendarbeit - was der Titelgewinn vor dem ASV Tennenbronn und dem AC Köln-Mülheim bestätigte. Vor ein paar Jahren, gibt Blank zu, habe er sich schon Sorgen um den Ringernachwuchs in Deutschland gemacht, „auch aufgrund der demographischen Entwicklung.“ Inzwischen sieht er die Arbeit mit den Talenten aber auf einem guten Weg, „nicht nur der KSK Konkordia, auch andere Vereine geben mächtig Gas in Sachen Nachwuchsarbeit.“

Deutsche Meisterschaften, egal welcher Altersgruppe, sind dabei auch immer eine Art Ringertreff. Aus den „Ehemaligen“ des KSK, die in der Hammfeldhalle vorbeischauten, hätten man gut und gerne eine starke Bundesliga-Truppe zusammenstellen können, angefangen beim Max Schwindt, der im Finale Oleg Dubov als Coach unterstützte. Eine Rolle, die beim AC Mülheim inzwischen Samet Dülger in Gemeinschaftsarbeit mit seinem Schwiegervater Ayhan Aytemiz, dem früheren Bundesliga-Trainer des KSK, verrichtet. Nicht fehlen durfte natürlich auch Michael Faller, der sich über ein Wiedersehen mit Dieter und Jürgen Schulz freute, mit denen er einst gemeinsam auf der Matte stand.

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