Galopp : Little Doc versucht sein Glück

Das endgültige Starterfeld wird erst heute zusammengestellt, doch auf der Neusser Galopprennbahn ist am Sonntag ab 14 Uhr mit acht Rennen zu rechnen. Dabei lockt die Wettchance mit einer Garantieauszahlung von 20 000 Euro.

Allzu viele Gelegenheiten gibt es für die Anhänger des Galopprennsports in Neuss nicht mehr, in der Wintersaison 2010/2011 eine Rennveranstaltung zu besuchen. Bis zum Finale am 13. März finden vorher noch Rennen an den beiden Sonntagen des 20. und 27. Februar statt. Vom 13. März bis zum 27. November ruht der Rennbetrieb am Hessentor.

Am Sonntag ab 14 Uhr ist in Neuss mit acht Rennen zu rechnen. Das endgültige Starterfeld wird heute beim Dachverband in Köln zusammengestellt. Sicher ist ein Rennen mit der "Wettchance des Tages" und einer Garantieauszahlung in der Viererwette von 20 000 Euro. Dazu tragen zwei Jackpots nicht getroffener Wetten der vergangenen Renntage bei. In Dortmund wurde bei einem ähnlichen Rennen am Sonntag die Viererwette mit einem krassen Außenseiter auf dem vierten Platz und einer Quote von 139 524:10 insgesamt viermal mit einer steuerfreien Auszahlung von 6976,20 Euro getroffen. Einmal davon direkt auf der Rennbahn, und das gelang dem Dortmunder Ehrenpräsidenten Hans-Hugo Miebach. Es könnte ja Ansporn für den Neusser Vorstand sein, dem Kollegen Miebach aus Dortmund das nachzumachen.

Zahlreiche Neusser Pferde versuchen bei dem Heimspiel ihr Glück. Drei Pferde will auch der Neusser Trainerchampion Axel Kleinkorres satteln, darunter den fünfjährigen Hengst Little Doc. Für 4500 Euro sollte er verkauft werden. Deshalb wurde eine Anzeige im Fachblatt Sport-Welt geschaltet. Kleinkorres: "Es hat nicht einmal ein Interessent angerufen." Deshalb läuft er am Sonntag weiter für seine Besitzerin Erika Hense – nicht einmal chancenlos in diesem Feld. Kleinkorres macht keinen Hehl aus den Prognosen für seine Pferde: "Wir warten auf die Grasbahnrennen."

Am Start sind auch die beiden jungen Frauen, die in den letzten Wochen in Dortmund und Neuss häufig bei Siegerehrungen erschienen. Die 19-jährige Sabrina Wandt führt die Jockey-Bestenliste mit elf Siegen hat, Steffi Hofer (22) hat in der Saison 2011 bislang fünf Rennen gewonnen. Während in Neuss die Rennen auf dem Sandgeläuf ausgetragen werden, läuft auf dem zugefrorenen See von St. Moritz im Oberengadin das Finale des White-Turf-Meetings mit dem Großen Preis von St. Moritz um insgesamt 111 111 Franken. Zahlreiche Pferde treten vor der einmaligen Kulisse des Olympiaortes von 1948 an, die sich die Kondition dafür in Neuss holten. Der Große Preis wird bei Wetten-Sieberts auf der Neusser Rennbahn live übertragen. Es dauert allerdings immer sehr lange, ehe man auf dem See die Wettquoten ermittelt und übermittelt hat. Es sind eben Schweizer am Werk.

(NGZ)