Fechten : Limbach erobert New York

Auf dem Weg in die Finalrunde beim Weltcup-Turnier in den USA gestattete der Säbelfechter aus Dormagen keinem Konkurrenten mehr als sieben Treffer. Am Ende belegte der 25-Jährige hinter Alexej Yakimenko Platz zwei.

Zweieinhalb Wochen vor den Fecht-Europameisterschaften im englischen Sheffield (14. bis 19. Juli) ist Nicolas Limbach bereits in bestechender Form. Beim Weltcup-Turnier New York unterlag der Säbelfechter aus Dormagen erst im Finale dem Weltranglistenersten Alexej Yakimenko (Russland) mit 9:15.

Zuvor hatte der 25-Jährige die Millionenstadt im Sturm erobert: Auftaktgegner Avery Zuck (USA) kam mit 4:15 unter die Räder, Julien Medard (Frankreich) unterlag mit dem gleichen Resultat. Im Achtelfinale setzte sich Limbach gegen den Belgier Seppe van Holsbeke mit 15:6 durch. Im Viertelfinale stand der Franzose Bolade Apithy auf verlorenem Posten (10:15) und auch der Italiener Giampiero Pastore scheiterte mit 11:15 am aktuellen Vizeweltmeister aus Dormagen.

Erst Yakimenko gelang es, die Siegesserie Limbachs zu beenden. "Eine überzeugende Vorstellung. Zum dritten Mal in Folge auf einem Podestplatz bei einem Weltcup, das schafft kaum jemand. Damit dürfte Nico ohne Zweifel zu den Favoriten bei der Europameisterschaft in Sheffield gehören", sagte ein strahlender Bundestrainer Vilmos Szabo (Dormagen).

Im Achtelfinale war für Limbachs jungen Vereinskollegen Benedikt Wagner nach der knappen 13:15-Niederlage gegen Bolade Apithy Schluss. Der 21-Jährige, für den schließlich Rang 16 zu Buche stand, hatte zuvor mit überzeugenden Auftritten gegen den Italiener Diego Occhiuzzi (15:13) und den Ukrainer Andrei Jagodka (15:12) jede Menge Pluspunkte gesammelt. Matyas Szabo wurde 22., Max Hartung (beide Dormagen) 47.

Im Mannschaftswettbewerb schafften es die Dormagener Nico Limbach, Benedikt Beisheim und Max Hartung gemeinsam mit Björn Hübner (Tauberbischofsheim) hinter Rumänien und Russland auf den dritten Platz. Nach dem Sieg im kleinen Finale über Vizeweltmeister Italien (45:44) resümierte Szabo: "Ich bin zufrieden. Wir haben erneut einen Podestplatz geholt, fechten stabil und beißen uns in der Weltrangliste vorne fest. Das ist wichtig, geht es doch um die Olympiateilnahme."

Bei den Damen überzeugte Anna Limbach als Achte. Die 21-Jährige, die in den USA studiert und trainiert, bezwang Alexandra Socha (Polen) mit 15:14, die US-Amerikanerin Daria Schneider mit 15:12 und siegte auch Achtelfinale gegen die Olympia-Siebte von Peking, Azza Besbes aus Tunesien (15:14), ehe sie im Viertelfinale von Olympiasiegerin Mariel Zagunis (USA) gestoppt wurde (12:15).

"Eine Klasse-Leistung von Anna. Sie hat respektlos gefochten und hier eine Visitenkarte hinterlassen", lobte Bundestrainer Eero Lehmann (Dormagen). Stefanie Kubissa, im Einzel nicht unter den besten 64, schloss den Weltcup mit der deutschen Mannschaft (Bujdoso, Musch, Klemm) auf dem neunten Rang ab.

(NGZ)