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Reitsport: Lilli Kremer zeigt Konkurrenz die Hacken

Reitsport : Lilli Kremer zeigt Konkurrenz die Hacken

Die 13 Jahre alte Schülerin aus Kaarst gewinnt beim Reitturnier in Jüchen-Waat gleich zwei Prüfungen.

Für Lilli Kremer war es ein herausragendes Jahr im Springsattel – das kann die 13-Jährige schon wenige Wochen vor Ende der "grünen Saison" nur bestätigen. Nachdem die junge Kaarsterin in den vergangenen Monaten durch Überraschungserfolge in der Altersklasse Children (12 bis 14 Jahre) aufgefallen war, folgte die Nominierung für den Landeskader und für die Deutschen Jugendmeisterschaften im August in München. Dort sicherte sich Lilli Kremer (RFV Kaarst) auf ihrer erst sechsjährigen Stute Quite Classic einen sehr guten sechsten Platz.

Beim Turnier auf dem Pferdehof Schnitzler in Waat am vergangenen Wochenende bestätigte die Schülerin, dass sie 2013 zu den Besten im Kreis-Pferdesportverband Neuss gehört: Im M*-Springen mit Siegerrunde, dem schwersten Springen des traditionellen Sommerturniers des RV St. Johannes Waat, deklassierte sie die Konkurrenz in der zweiten Abteilung mit dem einzigen Nullfehlerritt in 36,70 Sekunden. Da konnte die zweitplatzierte Mönchengladbacherin Svenja Severing auf Chippendale nicht mithalten, die zwar mit 34,72 Sekunden etwas schneller war, aber auch einen Abwurf verbuchte. Und auch dem erfahrenen Rheindahlener Klaus Rahmen blieb auf Bugatti "nur" Platz drei (4,75 Fehler/42,18 Sekunden).

Für Lilli Kremer war es die zweite goldene Schleife des Wochenendes: Schon im Punkte-Springen der Klasse L waren sie und Quite Classic nach vorne gesprungen. In der ersten Abteilung des M*-Springens war es die Grevenbroicherin Kerstin Offer (RC Gut Neuhaus), die der Konkurrenz auf ihrem Satchmo davonsprang (0 Fehler/34,35 Sekunden). Und auch in den zahlreichen weiteren Springen, vor allem der Klassen A und L, lieferten sich die heimischen Springcracks spannende Duelle mit Aktiven aus der Umgebung. Alle "Kurse" auf dem großen Platz des Pferdehofs Schnitzler waren von Parcourschef Michael Johnen gewohnt kniffelig inszeniert worden.

Parallel kämpften die Dressurreiter in den Reithallen um die Schleifen, im Gegensatz zu ihren Kollegen draußen mussten sie aufgrund des wechselhaften Wetters nicht des Öfteren einen sorgenvollen Blick gen Himmel werfen. Völlig souverän ritt an diesem Wochenende Franziska Wyen – Bereiterin und Ausbilderin auf dem Pferdehof Schnitzler. Sie sicherte sich den Sieg in der schwersten Dressurprüfung (L auf Kandare). Mit Rudi Ricc zeigte die erfahrene Dressurreiterin eine solide Runde, die von den Richtern mit der Wertnote 7,2 und der goldenen Schleife belohnt wurde. Platz zwei ging an ihre Vereinskollegin Chantal Stadler auf D'Artagnon (7,0), die sich mit Zweitpferd Rossi S auch gleich Rang vier sicherte (6,8); Dritte wurde die Neusserin Christine Demmer (RV Uedesheim-Stüttgen) auf Lorentina K (6,9). In der Dressurpferdeprüfung der Klasse A speziell für junge Pferde musste sich Franziska Wyen dagegen geschlagen geben. Mit Bertolino reichte es "nur" zu Platz zwei hinter Susanne Brinkmann-Gerlach (ZRFV Wickrath) auf Lotta H.

Am Ende der beiden Turniertage war das Team des RV Waat rund um die Familie Schnitzler rundum zufrieden. Auch das dritte Turnier des Jahres stemmten die geübten Organisatoren – die Turniere in Waat zählen zu den Klassikern – problemlos. In den kommenden drei Wochen dreht sich das Turnierkarusell im Rhein-Kreis Neuss weiter: Delhoven, Hochneukirch und Liedberg sind die nächsten Stationen für die Pfeerdesportler.

Info Alle Ergebnisse des Turniers in Waat unter www.bila.de

(rosz)