Anbindung in den Kleinenbroicher Norden nicht verbessert: Liedberger Umsteigeproblem diskutiert

Anbindung in den Kleinenbroicher Norden nicht verbessert : Liedberger Umsteigeproblem diskutiert

Die Anregung einer Bürgerin der Kleinenbroicher Düppheide, die ÖPNV-Anbindung für den Kleinenbroicher Norden zu verbessern, stand erneut im Bauausschuss zur Debatte. Ihr Vorschlag, eine BVR-Linie, die auf dem Gebiet der Stadt Kaarst verläuft, eine Schleife auf Kleinenbroicher Gebiet mit Anbindung der S-Bahn-Station fahren zu lassen, wurde zwischenzeitlich, so Beigeordneter Reinhard Franken, von der Stadt Kaarst abgelehnt.

Auch der BVR lehne diese Anregung ab. Im Gegenzug schlug der BVR vor, die bestehende Linie 096 (Steinfort - Glehn - Kleinenbroich) in den Kleinenbroicher Norden zu verlängern. Allerdings würde ein Jahresprobelauf mit 70.000 Mark zu Buche schlagen. Das Unternehmen NVV (Mönchengladbach) wurde ebenfalls nach einem entsprechenden Angebot befragt. Die Antwort lautete: "Da die Linie 032 hauptsächlich für die Schülerbeförderung einsetzt wird, ist das Angebot nur durch den Einsatz eines zweiten Fahrzeuges möglich und das wird in einem Jahr mit 160.000 Mark zu Buche schlagen."

Der Bauausschuss war sich angesichts der Haushaltslage schnell einig und beschloss, vorerst für den Kleinenbroicher Norden - sprich Düppheide - keine weitere Buslinie anzubieten. Allerdings soll geprüft werden, ob im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an anderer Stelle gespart werden kann, um letztlich die Anregung der Bürgerin doch noch realisieren und finanzieren zu können. Bei den bekannt gewordenen zusätzlichen Kosten, zeigten sich die Fraktionen während der Diskussion mehr als skeptisch. Als es gar um die seit Jahren kritisierte Anbindung der Verkehrsbetriebe BVR (Linie 864) und NVV (Linie 031) ging, wurde selbst Bürgermeister Heinz Josef Dick ungehalten, als der NVV-Vertreter das Anschlussgebahren beider Linien nicht für wichtig hielt, sondern dem Anschluss zur S-Bahnstation Korschenbroich den Vorrang einräumte.

Die Verbindung ist katastrophal, weil in Liedberg von der BVR-Linie auf die NVV-Linie umgestiegen werden muss. Den Fahrgästen zeigt der NVV-Bus in den meisten Fällen nur die Schluss-Lichter. "Schon ein paar Minuten längere Wartezeit würden dieses Übel aus der Welt schaffen", meinte Hans-Willi Türks (CDU). Die Reaktion des NVV-Vertreters: "Die NVV ist nicht bereit, den Takt für ein reibungsloses Umsteigen zu ändern." Auch der BVR hat bisher kein Zeichen zum Einlenken gegeben. Als der NVV-Vertreter dann noch lapidar sagte: "Wir arbeiten daran", schaltete sich der Bürgermeister ein: "Da wird angeblich schon zwei Jahre dran gearbeitet. Die Stadt Korschenbroich bezahlt für den ÖPNV sehr viel Geld und kann entsprechend auch auf Gegenleistungen bestehen. Das Liedberger Umsteige-Problem muss endlich vom Tisch. Beide Verkehrsbetriebe müssen sich endlich zur vernünftigen Koordination bereit erklären." pm