Jüchen : Lichtkunst braucht Sponsoren

Lichtdesigner Oliver Leuchtenberg hat sich mit der NEW die Voraussetzungen am Jüchener Wahrzeichen angesehen und erarbeitet nun Details. Er will eine dreiteilige Modullösung anbieten, die Gemeinde hofft auf Sponsoren.

Oliver Leuchtenberg hat einen klaren Grundsatz: "What you see, is what you get." Damit schützt sich der Düsseldorfer Lichtdesigner vor unschöner Aufgeregtheit bei seinen Kunden: Sie bekommen, was sie gesehen haben. Bei Haus Katz macht Leuchtenberg da keine Ausnahme. Sollte sich die Gemeinde dazu durchringen, den Designer mit der dauerhaften Illumination von Haus Katz zu beauftragen, soll das Ergebnis mit der bereits im Dezember gezeigten Installation übereinstimmen.

Eigenarbeiten durch den Bauhof

"Große Änderungen wird es nicht geben, schließlich hat die Idee bereits Gefallen gefunden. Jetzt geht es nur noch um Details", sagt der 39-Jährige, dessen Lichtkunst auch den Signal Iduna Park in Dortmund ziert. Vor einer Woche traf sich Leuchtenberg an Haus Katz mit einem Experten des Stromversorgers NEW, um die vorhandene Elektrik zu begutachten. Das Ergebnis: "Die gezeigte Illumination lässt sich nicht mit den vorhandenen Leitungen und Anschlüssen stemmen. Aber das ist völlig normal und die erforderlichen Arbeiten sind überschaubar."

Leuchtenberg will eine dreiteilige Modul-Installation vorstellen. Jedes Modul kann eigenständig aufgebaut werden und unabhängig voneinander finanziert werden. "So ist die Investition auch für eine finanziell angeschlagene Gemeinde einfacher zu stemmen", sagt Leuchtenberg, der einen positiven Effekt für jedes Modul verspricht. Rund 10 000 Euro dürften die Beleuchtungskörper pro Einheit kosten. "Die Tiefbauarbeiten für die Kabel und Anschlüsse lassen sich von der Gemeinde ja recht kostengünstig in Eigenarbeit durch den Bauhof erledigen", überlegt Leuchtenberg.

Im Rathaus verfolgt Bürgermeister Harald Zillikens die Planungen aufmerksam, schließlich verspricht er sich von der Beleuchtung des Jüchener Wahrzeichens eine hohe Anziehungskraft. Für die Finanzierung ist auch ein Sponsoring durch ein lokales Unternehmen denkbar. "Wir verhandeln derzeit mit einem Unternehmen. Ich denke, dass sich eine Lösung finden wird", sagt Zillikens. Die Erfahrung beim neu gestalteten Kreisverkehr in Richtung Odenkirchen zeigt, dass Jüchener Unternehmer durchaus Bereitschaft zeigen, Geld in die Verschönerung ihres Standorts zu investieren. "Haus Katz ist ein lohnenswertes Engagement", sagt Zillikens.

(NGZ/rl)