Lokalsport : Leverkusen holt Novesia-Cup

Der Novesia-Cup hatte erneut ein starkes Teilnehmerfeld. Bayer Leverkusen entschied das U13-Fußballturnier für sich, Veranstalter Klaus Vossen vermisste jedoch wieder einmal die heimischen Vereine unter den Zuschauern.

Der Novesia-Cup ist als U13-Fußballturnier mittlerweile in den Kalendern der führenden Vereine Westdeutschlands verankert. In Borussia Mönchengladbach, Fortuna Düsseldorf, Schalke 04, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln waren alle regionalen Spitzenteams vor Ort.

Topfavorit Leverkusen setzte sich im Finale des zweitägigen Turniers auf der Neusser Wolkeranlage mit 1:0 gegen Gladbach durch. "Für die Bundesligisten aus der Region ist das Turnier zum Pflichttermin geworden", mein Veranstalter Klaus Voss, der den Fokus längst auf internationale Vereine gelegt hat.

In diesem Jahr sind beispielsweise Titelverteidiger Vitesse Arnheim (Niederlande), Dukla Prag (Tschechien) und der Bristol City FC (England) dabei. "HJK Helsinki und Zenit St. Petersburg mussten wir absagen, auch Fenerbahce Istanbul wäre gerne gekommen", erzählt Voss. Für das kommende Jahr haben der FC Chelsea und Tottenham Hotspur angefragt.

Leo van de Kraats, Trainer der U13 und Jugend-Entwicklungsleiter von Vitesse Arnheim, ist vom Turnier angetan: "Das ist höchstes europäisches Niveau, die Mannschaften spielen sehr professionell." Besonders die Leverkusener haben es ihm mit ihrer dynamischen Spielweise angetan: "Davon können meine Spieler noch viel lernen. Die Deutschen haben in der Entwicklung die Nase vorn."

In der Tat schnürte Leverkusen Gladbach im Finale regelrecht ein, Kai Havertz erzielte nach 12 Minuten den einzigen Treffer. Trick- und temporeich kam Bayer fast im Minutentakt gefährlich vor das Tor, der Lokalrivale wäre mit einem Elfmeter in der Schlussminute dennoch fast zum Ausgleich gekommen.

Luca Schütt scheiterte aber an Torhüter Maduka Okoye. Zum besten Spieler wurde bei der Siegerehrung Finaltorschütze Havertz gewählt, Theo Levelin von Bristol City wurde bester Torhüter. Auch die Neusser Kreisauswahl präsentierte sich ordentlich und schlug Prag mit 2:0. Gegen Köln und Gladbach folgten aber hohe Niederlagen.

Dirk Gärtner, Vorsitzender des Ausschusses der Kreisschiedsrichter, nutzte das Turnier zur Ausbildung junger Schiedsrichter: "Wir haben nur Jugendschiedsrichter eingesetzt, das war eine gute Übung für unsere Talente. Sie hatten einen relativen hohen Druck, zudem haben wir Videoaufnahmen gemacht." Das Finale stand schließlich unter der Leitung von Benjamin Gereke, der laut Gärtner in der Vorrunde den besten Eindruck hinterließ.

"Insgesamt kann ich mit dem Turnier zufrieden sein, es waren spannende Spiele. Insgesamt waren etwa 1500 Zuschauer auf der Anlage, das ist ein neuer Rekord", zog Vossen Bilanz. Mehr Resonanz wünscht er sich in Zukunft aber von den lokalen Jugendteams: "Gerade für den Nachwuchs in der Gegend ist es eine tolle Möglichkeit, mal einen Vergleich zu sehen. Leider waren nicht viele Mannschaften hier."

(NGZ)