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Galopp: Letzter Renntag vor der "Sommerpause"

Galopp : Letzter Renntag vor der "Sommerpause"

Mit dem dritten und letzten Lauf im "Preis der Perlenkette" endet am, Sonntag die Saison auf der Galopprennbahn am Neusser Hessentor. Auch wenn Andrea Glomba als Siegerin bereits feststeht, ist für ausreichend Spannung gesorgt.

Zum letzten Mal bis zum geplanten Beginn der Wintersaison 2013/2014 am 17. November finden am Sonntag auf der Galopprennbahn am Neusser Hessentor Wettrennen mit den seit über 300 Jahren auf Geschwindigkeiten bis 60 Stundenkilometer gezüchteten edlen Vollblutpferden statt. In sieben Rennen mit dem Endlauf um den Preis der Wetten-Sieberts-Perlenkette geht es noch einmal um Sieg und Platz, um Rennpreise, Züchterprämien, Punkte für die Championate und um steuerfreie Gewinne für die Besucher.

Es war im Dachverband des Rennsports in Köln gestern erneut ein zähes Ringen um jeden Starter. Und als die nur sieben Rennen feststanden, entschieden sich der Rennverein und der Dachverband zum späteren Rennbeginn von 14.30 Uhr statt 14 Uhr. Mit größter Anstrengung ist als sechstes Rennen sogar noch eine "Wettchance des Tages" mit der Garantieauszahlung von 10 000 Euro in der Viererwette zustande gekommen. Rüdiger Schmanns vom Kölner Dachverband: "Die Wettchance garantiert immerhin Gesamtumsätze von 25 bis 30.000 Euro."

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Im Perlenketten-Endlauf als fünftes Rennen um 16.30 Uhr ist eine Frage schon vor dem Start geklärt: Die 34-jährige Andrea Glomba aus der 15 000 Einwohner großen Gemeinde Riegelsberg bei Saarbrücken wird die von Buchmacher Michael Sieberts bereits zum dritten Mal gesponserte Perlenkette umgehängt bekommen. Egal, auf welchem Platz sie im Sattel des Wallachs Pagan Warrior landet. Nach zwei Siegen in den beiden ersten Läufen mit eben jenem Pagan Warrior führt sie uneinholbar mit 20 Punkten. Die auf Rang zwei platzierte Janine Beckmann hätte das auch bei einem Sieg nicht mehr verhindern können. Beckmann ist am Sonntag sogar ohne Ritt.

Der Dreifach-Triumph für Andrea Glomba wird aber kein Sonntagsausritt mit dem formstarken Pagan Warrior, den Trainer Uwe Schwinn aus Beckingen in eine Superform gesteigert hat. Für den Perlenketten-Endlauf gilt das gleiche Motto wie vor zwei Wochen: alles ist möglich. In erster Linie durch die Stute Amanjena. Das ist jene Stute, mit der Olga Laznovska aus Dormagen im Vorjahr in zwei Perlenketten-Rennen zweimal gewann. Zwischenzeitlich hatte die Stute ein wenig die Form verloren, hatte es in ihren Rennen auch schwer. Doch jetzt ist sie wieder mächtig in Gang gekommen. Zuletzt war sie in Neuss schon wieder Zweite mit Olga Laznovska, die mit der auf dem Gelände des Schlosses Arff in Roggendorf-Thenhoven von Heike Rosenbach trainierten Stute besonders gut klarkommt. In einer bestechenden Form ist auch die in Sevenum in den Niederlanden trainierte Stute Keyana, die Leonie Vethaak reitet. Drei Rennen hat Keyana hintereinander gewonnen. Für die Wetter ist der Perlenketten-Endlauf spannungsgeladen, denn schließlich zocken sie nicht um die Perlenkette, sondern auf Sieg, Platz, Zweier und Dreierwette.

Deutschlands Spitzenjockey Andrasch Starke reitet zwei Mal in Neuss. Am Samstag gastiert er mit dem Spitzenpferd Zazou im 38 Kilometer von Paris entfernten Chantilly und in Kürze tritt er ein vierwöchiges Japan-Engagement an.

(kgö)