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Leistungstest der Ruderelite: Cosima Clotten macht mächtig Druck

Rudern : Cosima Clotten macht mächtig Druck

Drei Siege für den Neusser RV beim Leistungstest der deutschen Ruderelite auf dem Dortmund-Ems-Kanal. Johannes Neubauer und Benjamin Nelles werden ihrer Favoritenrolle gerecht.

Okay, wegen der erhöhten Ansteckungsgefahr in geschlossenen Räumen fiel der ansonsten obligatorische Ergometertest diesmal ins Wasser. Aber mehr Zugeständnisse gab es es nicht bei der Langstrecke des Deutschen Ruderverbandes (DRV) auf dem Dortmund-Ems-Kanal, der traditionelle Leistungstest für die deutsche Ruderelite im Herbst. Obwohl aus gesundheitlichen Gründen nur mit vier Booten am Start, brachte der Neusser Ruderverein drei Siege ein.

Schwerstarbeit hatte dabei auch Trainer Christian Stoffels zu leisten, denn er begleitete seine Schützlinge über die vollen 6000 Meter mit dem Fahrrad (die Kleinboote wurden im Abstand von einer Minute auf die Strecke geschickt) und kam so auf mehr als stattliche 50 Kilometer. Mächtig Spaß hatte er trotzdem, vor allem an Cosima Clotten, die mit ihrem Sieg im Leichtgewichts-Einer der A-Senioren einmal mehr zeigte, dass mit ihr im Hinblick auf die Olympischen Spielen 2024 in Paris zu rechnen ist. Schon ihre Startnummer 2, auf der Setzliste von Bundestrainerin Brigitte Bielich direkt hinter der dreifachen Olympionikin Marie-Louise Dräger (Schweriner RG), unterstrich in Dortmund die gehobene Bedeutung der Neusserin, die in der zurückliegenden Saison als Deutsche Meisterin und Teilnehmerin am WM-Finale bereits die U23-Konkurrenz beherrscht hatte.

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 Und die 21-Jährige attackierte im mit insgesamt 29 Booten hochkarätig besetzten Feld von Beginn an, frustrierte ihre erfahrene Hauptrivalin damit ganz offensichtlich so arg, dass die Rostockerin schon nach der 3000-Meter-Marke resignierte und schließlich aufgab. Clotten hielt das Tempo jedoch bis zum Schluss hoch und distanzierte die Zweitplatzierte Ronja Fini Sturm (24:52), gemeinsam mit Dräger Elfte bei Olympia 2016 in Rio, um satte zehn Sekunden.

Im leichten Männer-Zweier ohne Steuermann wurden Johannes Neubauer und Benjamin Nelles ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht: Die Deutschen Meister und WM-Finalisten in der Altersklasse U23 aus Neuss gingen als Erste auf die Strecke, setzten von Zwischenzeit zu Zwischenzeit die Bestmarken und lagen im Ziel in 23:10 Minuten deutlich vor Lennert Zyla/Mats Winkels (Hürther RG/RG Düsseldorf) in 23:23 und Henrik Fleige/Jonas-Maximilian Schleumer (RV Weser) in 23:45 Minuten. Ihre Vereinskollegen Lennart Böhl und Till Lubrich fuhren in 24:46 Minuten auf den vierten Rang.

Sieg Nummer drei aufs Konto des NRV brachten Melina Reinke und Anna von Wrisberg im Doppelzweier der B-Juniorinnen (15 bis 16 Jahre). In der vergangenen Saison noch in der Altersklasse „Kinder“ gemeldet, überzeugten sie, optimal vorbereitet, mit einer klugen Renneinteilung: Nach 3000 Metern lagen sie als Dritte noch in Lauerstellung, blieben bei ihrer ökonomischen Fahrweise und vermochten auf dem letzten Kilometer im Gegensatz zur ihren Konkurrentinnen zuzulegen.

Im Ziel betrug ihr Vorsprung auf die Verfolgerinnen Irma Schimmele/Marlene Strötgen (RK am Baldeneysee) in 27:07 Minuten zwei Sekunden.