Jüchen : "Leers ist ein attraktives Ziel"

Das Partnerschafts-Komitee feiert sein zehnjähriges Bestehen. Vorsitzender Wilfried Unrein sucht nach neuen Mitgliedern, damit die Gemeinschaft weiterhin die Freundschaft nach Frankreich pflegen kann.

Wilfried Unrein (69) ist der Vorsitzende des Jüchener Partnerschafts-Komitees. Zum zehnjährigen Bestehen dieser Gemeinschaft berichtet er im Interview mit der NGZ über Pläne, Aktionen und Sorgen des Komitees. Zudem erklärt er, warum die Partnerschaft mit Rebesgrün eingeschlafen ist.

Herr Unrein, wie beurteilen Sie die Kontakte zu den Jüchener Partnern?

Wilfried Unrein Im Grunde sind wir mit unserer Partnerschaft sehr zufrieden. Wir haben viele Aktionen mit der Stadt Leers und dem dortigen Partnerschaftsverein. Gemeinsam mit Rebesgrün haben wir keine Aktionen.

Warum?

Unrein Das ist einfach zu erklären. Die Gemeinde wurde vor einigen Jahren in die Stadt Auerbach eingemeindet. Auerbach ist die Partnerstadt von Grevenbroich. Rebesgrün hat also keine eigene Verwaltung und keinen Bürgermeister mehr. Uns fehlen also Ansprechpartner. Deshalb ist die Partnerschaft dorthin etwas eingeschlafen.

Welche Aktivitäten sind für das Jahr 2012/2013 geplant?

Unrein Wir fahren am 6. und 7. Oktober mit etwa 35 Mitgliedern nach Leers und nehmen dort am Oktoberfest teil. Im Rahmen dieser Fahrt werden wir die Stadt Leuven in Belgien besichtigen. Zudem besuchen wir ein Heimatmuseum in der Nähe von Leers. Im Juli 2013 fährt dann eine große Delegation mit Mitgliedern aus dem Rat nach Leers. Dort findet das große Mühlenfest statt. Über weitere Aktivitäten werden wir uns auf unserer Sitzung nach den Sommerferien unterhalten.

Mittlerweile gibt es Schüleraustauschprogramme mit Australien und Neuseeland. Wie spannend sind die Angebote mit Leers denn da noch?

Unrein Ich denke schon, dass Leers in Frankreich ein attraktives Ziel ist. So findet zwischen unserem Kinderparlament jährlich wechselnd ein Austausch statt. Das Gymnasium Jüchen bietet Schülerpraktika in Frankreich an und die Jugendmannschaft vom VfL Jüchen-Garzweiler nimmt alle zwei Jahre an einem Fußballturnier in Leers teil.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung des Partnerschafts-Komitees?

Unrein Unsere größte Aufgabe wird das Gewinnen neuer Mitglieder sein. Vor allem junge Leute fehlen uns, die in einigen Jahren das Komitee aufrecht halten werden. Bei uns ist jeder willkommen, der Interesse hat. Vielleicht gibt es Menschen, die in der Schule ein paar Jahre Französisch gelernt haben und jetzt ihre Kenntnisse auffrischen wollen. Interessierte können sich gerne an mich wenden, oder sich auf unserer Internetseite informieren.

Sebastian Draxl stellte die Fragen.

(NGZ)