Landesligist VfL Jüchen/Garzweiler glaubt noch an seine kleine Chance

Fußball : VfL Jüchen/Garzweiler glaubt noch an seine kleine Chance

In Rath fehlen dem Kellerkind allerdings wichtige Spieler.

Das für den VfL Jüchen/Garzweiler spielfreie Wochenende hatte Trainer Georg Krahwinkel dazu genutzt, um auf Mallorca den Junggesellenabschied seines Sohnes zu feiern. „Das waren wunderschöne Tage“, sagt er. Inzwischen hat ihn jedoch der triste Alltag wieder – und der heißt Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Landesliga. Bestehen könne er den mit seinen Schützlingen nur, „wenn wir unsere letzten vier Saisonspiele allesamt gewinnen“, weiß der 68-Jährige. Der Anfang ist immerhin gemacht, vor der kurzen Pause  gelang dem Tabellendrittletzten gegen den ASV Süchteln nach einem 0:2-Rückstand noch ein berauschender 3:2-Erfolg. Der machte Mut für das Gastspiel am Sonntag beim launischen Rather SV. Ein Kontrahent, der mit 46 Punkten längst durch ist und auch das Hinspiel mit 2:0 für sich entschied.

Der VfL könnte im besten Fall auf 40 Zähler kommen. Obwohl selbst die Optimalausbeute keine Gewähr auf die Rettung bietet, glaubt Krahwinkel ganz fest an die kleine Chance. „Klar, in der Tabelle sieht es aussichtslos für uns aus, aber noch ist die letzte Patrone nicht verschossen.“ Immerhin weiß das Kellerkind seit dem Heimsieg gegen Süchteln jetzt, wie es funktionieren kann. Großen Anteil daran hatten Jungs wie Bela Kutsojannis, Lucas Esser und Danny Hepner, die mit ihrer Einwechslung der Partie die entscheidende Wende gaben. Krahwinkel: „Das haben sie gut gemacht. Und darum sehe ich für uns eine Chance, auch das Spiel in Rath zu gewinnen.“

Nicht ganz so positiv stellt sich allerdings die personelle Lage dar: Marius Köller ist ausgerechnet jetzt im Urlaub, Michael Kersten beruflich in München und Manuel Sousa auf Familienreise. Zu allem Überfluss plagt sich Abwehrchef Jochen Schumacher schon seit Monaten mit Kniebeschwerden herum. Dazu kommt nun auch noch eine Zerrung im Oberschenkel, womit sein Einsatz eher unwahrscheinlich erscheint. „Er spielt zu 99 Prozent nicht“, unkt sein Coach, dem die Ausfälle ziemlich aufs Gemüt schlagen. „Eine dumme Sache.“

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