Landesliga: Holzheimer SG ist jetzt seit sechs Spielen ungeschlagen

Fußball : HSG jetzt seit sechs Spielen ungeschlagen

Landesliga: Kapellen schlägt Süchteln und gibt Neuzugänge bekannt. Jüchen/Garzweiler geht erst in Unterzahl unter.

Während Holzheim im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga Punkt um Punkt sammelt, ist in Jüchen auch unter dem neuen Trainer Georg Krahwinkel keine Besserung in Sicht. Kapellen feiert Pflichtsieg über Süchteln.

Holzheimer SG – TSV Meerbusch II 0:0. Die Nullnummer auf beiden Seiten ließ Holzheims Co-Trainer David Rodriguez einigermaßen ratlos zurück: „Wir wissen im Moment auch nicht, was wir davon halten sollen.“ Dass seine Jungs zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen blieben, fand er schon sehr okay, aber irgendwie wollte dem Neuling in der Offensive nichts gelingen. „Und hat heute die Durchschlagskraft gefehlt“, monierte Rodriguez. Die größte Chance des ersten Abschnitts vergab für die HSG Thorsten Linnemeier, als er die Kugel aus kurzer Entfernung mit dem Kopf übers Gestänge setzte (31.). Auch Yannick Joosten tauchte im zweiten Abschnitt einmal gefährlich in der Spitze auf, aber viel tat sich nicht vor beiden Toren. Rodriguez: „Wir haben zwar das Spiel gemacht, dabei jedoch kaum Torchancen kreiert. Aber ich mache den Jungs überhaupt keinen Vorwurf, heute war einfach nicht mehr drin.“

SC Kapellen – ASV Süchteln 2:1 (1:0). Die drei Punkte waren für Kapellens Sportlichen Leiter Jörg Ferber der verdiente Lohn für harte Arbeit. „Das war ein schwieriges Spiel. Süchteln hat defensiv sehr gut gestanden.“ Dabei schien sich für die Gastgeber im Erftstadion eine weitere Folge der Serie Pleiten, Pech und Pannen anzubahnen, denn nach gut einer halben Stunde patzte Robert Wilschrey bei seinem Foulelfmeter. Der sonst so sichere Schütze scheiterte an ASV-Schlussmann Jens Lonny. In Führung ging der SCK aber trotzdem noch vor dem Seitenwechsel: Alexander Hauptmann markierte sein 20. Tor in dieser Spielzeit. Allzu lange Freude hatten die Gastgeber, die früh ihren verletzten Regisseur Lennart Ingmann ersetzen mussten, daran aber nicht, schon zwei Minuten nach Wiederbeginn glich Eric Bongartz für Süchteln aus. Erst sieben Minuten vor dem Abpfiff belohnte sich der SCK mit dem Siegtreffer von Dennis Schreuers für seine Geduld. Ferber: „Danach haben wir es versäumt, mit unseren Kontern nachzulegen.“ Nach der Partie bestätigte Kapellen die Zugänge von Simon Kuschel, Christos Pappas und Timo Welky (alle VfR Fischeln) für die nächste Spielzeit.

VfL Jüchen/Garzweiler – Teutonia St. Tönis 0:4 (0:0). Ohne ihren mit 28 Treffern besten Torjäger Bur­han Sa­hin (5. Gelbe Karte) stockte die eigentlich doch so gut geölte Tormaschine des bärenstarken Neulings. Selbst vom Elfmeterpunkt klappt es zunächst nicht: Nach einem mit der Gelb-Roten Karte bedachten Foul von Yannick Peltzer im eigenen Strafraum fand Valerio Parvisi mit einem Strafstoß in Jüchens Keeper Dominik Lingweiler seinen Meister (50.). Trotzdem war der Platzverweis für Jüchens Vorsitzenden Christoph Sommer die entscheidende Szene der Partie. Darum haderte er auch ein wenig mit Schiedsrichter Jan Oberdörster aus Mönchengladbach: Warum der zuvor Peltzer, der in seiner Funktion als Kapitän des Gespräch gesucht hatte, beim Gang in die Kabine die Gelbe Karte zeigte, erschloss sich ihm nicht: „Es muss doch erlaubt sein, den Schiedsrichter anzusprechen. Darauf darf er doch nicht auf diese Weise reagieren.“ In Überzahl machten die Gäste Druck – und wurden umgehend belohnt: Der eingewechselte Brian Drubel hämmerte den Ball noch ans Gebälk, doch von seiner Vorbereitung profitierte kurz darauf Kai König (55.). Der Treffer löste bei den Gästen alle Fesseln, in der Folge erhöhten Brian Drubel, Darius Strode und Mark Dettmers auf 4:0.

Das am Ende klare Ergebnis wusste Sommer indes richtig einzuordnen. „Die erste Hälfte war gar nicht so schlecht“, wollte er festgehalten wissen, „da haben wir auf Augenhöhe agiert.“ Sven Raddatz hätte für die Viktoria treffen können, Darius Strode bugsierte das Spielgerät an den Pfosten des Jüchener Tores. „Erst mit nur noch zehn Mann hatten wir nichts mehr entgegenzusetzen“, sagte Sommer: „Man muss aber auch sagen, St. Tönis ist eine sehr gute Mannschaft.“ Trotz aller Rückschläge, das Thema Klassenverbleib ist für ihn noch lange nicht durch. „Auch wenn es natürlich immer schwerer wird.“ Am Donnerstag geht es zum gestürzten Tabellenführer nach Cronenberg, der seit der 7:1-Gala gegen Kapellen vor drei Wochen kein Spiel mehr gewonnen hat.

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