Landesliga Fußball: SC Kapellen holt Janik Röber aus Meerbusch

Fußball : SC Kapellen holt Janik Röber aus Meerbusch

Jüchen/Garzweiler tritt als krasser Außenseiter beim Tabellenführer der Fußball-Landesliga an. Holzheim muss weiter fleißig punkten.

Mag auch das Thema Aufstieg auf die nächste Saison verschoben sein, in aller Munde ist Fußball-Landesligist SC Kapellen aber trotzdem. Zum einen bastelt der Verein mit Erfolg an einem noch schlagkräftigeren Kader für die kommende Spielzeit, zum anderen wird in der Ratssitzung am 16. Mai über einen Antrag des CDU-Ortsverbandes entschieden, ob das Erftstadion in Kapellen zukünftig den Namen des am 17. März im Alter von 74 Jahren verstorbenen SCK-Ehrenpräsidenten Jupp Breuer tragen soll.

FSV Vohwinkel – SC Kapellen. Schon einen Schritt weiter ist der Sportliche Leiter Jörg Ferber bei den Vertragsgesprächen mit Janik Röber für die nächste Saison. Der 22 Jahre alte Verteidiger kommt vom Oberligisten TSV Meerbusch und ist damit bereits der sechste neue Spieler im Kader 2019/2010. Der Linksfuß passt genau ins „Beuteschema“ des SCK, wo Trainer Oliver Seibert vor allem auf Kicker aus dem Rhein-Kreis Neuss und der Region setzt. Röber stammt ursprünglich aus Vorst und spielte mit seinem zukünftigen Teamkollegen Maik Ferber bei Fortuna Düsseldorf in der A-Jugend-Bundesliga. Soll das für den SCK mit der Rückkehr in die Oberliga Niederrhein noch in dieser Saison klappen, muss am Sonntag beim in akuter Abstiegsnot steckenden FSV Vohwinkel unbedingt ein Sieg her. Das Hinspiel gewann Kapellen mit 6:0. Trotz der zuletzt mageren Ausbeute aus den Partien gegen Rath (2:2) und Odenkirchen (1:1) sei die Stimmung in der Mannschaft und im Verein nach wie vor gut, versichert Jörg Ferber. „Es ist alles okay. Hier spinnt keiner rum, aber die Jungs wissen, dass sie Gas geben müssen.“ Verletzt fehlen werden in Wuppertal Lennart Ingmann und Manu Ioannidis sowie Toptorschütze Alexander Hauptmann (Gelbsperre). Dafür ist Kunstschütze Marc Paul wieder dabei.

TVD Velbert – VfL Jüchen/Garzweiler. Trotz ziemlich aussichtsloser Lage im Abstiegskampf möchte VfL-Trainer Georg Krahwinkel die Flinte noch nicht ins Korn schmeißen: „Klar, tabellarisch sieht es schlecht aus, aber wir kämpfen bis zur letzten Patrone!“ Im Hinspiel war Jüchen indes ohne Chance gegen den Tabellenführer und verlor mit 1:4  Und noch etwas spricht am Sonntag (Anstoß 15.15 Uhr) gegen das Kellerkind: „Fünf Elfmeter gegen uns sowie zwei Gelb-Rote und eine Rote Karte in nur vier Spielen – das zeugt nicht gerade von einem guten Nervenkostüm“, sagt Krahwiinkel, der auch seine Rolle als Feuerwehrmann infrage stellt: „Ich muss mal sehen, ob ich die Mannschaft noch erreiche.“ Wenig Mut macht auch der Blick aufs Personal: Kosta Jamarishvili und Manuel Sousa sind noch gesperrt und stehen für einen Einsatz ebenso wie der angeschlagene Sven Rixen erst nächste Woche wieder zur Verfügung. Vom TSV Meerbusch II auf dem voraussichtlich rettenden 15. Platz trennen die Viktoria fünf Spieltage vor Schluss fünf Punkte.

Rather SV – Holzheimer SG. Holzheim hält sich seit Wochen von den Abstiegsplätzen fern, doch Trainer Guido van Schewick traut dem Braten noch nicht so recht. Sein banger Blick geht stets rauf in die Regionalliga, wo die möglichen Abstiege des SV Straelen und des von der Zahlungsunfähigkeit bedrohten Wuppertaler SV Auswirkungen auf die Landesliga hätten. Erwischt es einen der beiden Klubs,  reduzierten sich die Aufstiegsplätze von drei auf zwei und am Tabellenende müssten gleich fünf Teams die Liga verlassen. Da der HSG auf dem sicheren 14. Rang der vom eigenen Oberliga-Team unterstützte TSV Meerbusch II im Nacken sitzt (nur ein Punkt zurück), sind ihr keine Schwachheiten gestattet. Van Schewick weiß das und fordert darum nach dem 2:0-Heimsieg über Süchteln: „Um bei fünf Absteigern auf Nummer sicher zu gehen, wäre es ganz wichtig, dass wir jetzt nachlegen.“ Kein leichtes Unterfangen in Rath. Zwar sollten die Mannen von Coach Andreas Kusel mit 40 Punkten durch sein, doch van Schewick weiß seit der 1:4-Pleite im Hinspiel um die Qualitäten des in seinen Leistungen äußerst wechselhaften Rivalen: „Die Rather haben zuletzt Kapellen ein 2:2 abgetrotzt, das zeigt deren Möglichkeiten.“ Da in Yannick Joosten und  „Calli“ Schneider wiederum Stammpersonal fehlt, setzt der Coach ganz auf Charakter: „Wie die Jungs das machen, ist ganz herausragend.“

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