Leichtathletik Läuferin der TG Neuss mischt bei 48-Stunden-WM ganz vorne mit

Neuss · Extrem-Ausdauerathletin Simone Durry aus Neuss holte sich bei den Weltmeisterschaften in Ungarn in ihrer Altersklasse den zweiten Platz. Weiteres Edelmetall gab’s im Teamwettbewerb.

 Simone Durry bejubelt in Ungarn ihren zweiten Platz in der Altersklasse W45 mit der Deutschlandfahne.

Simone Durry bejubelt in Ungarn ihren zweiten Platz in der Altersklasse W45 mit der Deutschlandfahne.

Foto: TG Neuss

Von ihrer zweiten Teilnahme an den Weltmeisterschaften im 48-Stunden-Lauf brachte Simone Durry von der TG Neuss zum zweiten Mal Medaillen mit nach Hause. Nachdem es im vergangenen Jahr im englischen Gloucester zu Bronze in der Altersklasse W45 und in der Teamwertung mir Edda Bauer gereicht hatte, sprang dieses Mal im ungarischen Balatonfüred am Plattensee in ihrer Altersklasse sogar Silber heraus, im Team mit Marika Heinlein gab es wieder Bronze.

„Die Veranstaltung war sehr gut organisiert und auch an der Strecke war für gute Stimmung gesorgt. So lief es auch bei mir in diesem Jahr recht gut“, sagte Simone Durry, die eine von 118 Aktiven aus 31 Ländern war, die bei der WM an den Start mit von der Partie waren. Das Rennen war auf einem 1048 Meter langen Rundkurs mit zwei Wendepunkten zu absolvieren, der trotz seiner Kürze sehr abwechslungsreich war. Eine große Herausforderung für die Aktiven stellte der ständige und schnelle Wetterwechsel von dem einen ins andere Extrem dar. Es gab immer wieder Regenschauern und wenn die Sonne dann hervorkam, wurde es schnell sehr heiß. Auch das eine oder andere Gewitter ereignete sich.

Dennoch kam die Neusserin gut voran. Nach 24 Stunden standen 200 Runden (209 Kilometer) zu Buche, beim Zieleinlauf nach 48 Stunden waren es dann 351 Runden (368,509 Kilometer). Damit schraubte Durry ihre Leistung aus dem Vorjahr (313,200 Kilometer) deutlich nach oben und schaffte in der ewigen deutschen Bestenliste den Sprung vom neunten auf den zweiten Rang. In der Gesamtwertung aller männlichen und weiblichen Teilnehmer belegte die Neusserin unter den 118 Finishern den zehnten Platz und in der Damenwertung wurde sie starke Vierte, was sie in der W45 eben zur Vizeweltmeisterin machte. Zusammen mit den 276,01 Kilometern von Marika Heinlein gab es den weiteren Treppchenplatz in der Teamwertung.

Simone Durry freute sich aber nicht nur über ihre eigenen Erfolge, sondern war auch von dem hohen Niveau bei den Weltmeisterschaften insgesamt sehr angetan. So liefen allein fünf Männer und drei Frauen mehr als 400 Kilometer, zudem gab es viele neue nationale Rekorde. Die Dänin Stine Rex konnte als Dritte des Gesamteinlaufs und Frauenweltmeisterin mit einem Weltrekord (435,564 Kilometer) glänzen.