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Bruderschaften unterstützen Pfarrer Neuenhofer: La Paz: Schützenhilfe für arme Straßenkinder

Bruderschaften unterstützen Pfarrer Neuenhofer : La Paz: Schützenhilfe für arme Straßenkinder

Eine Brücke der Hilfsbereitschaft um die halbe Welt verbindet die kleine niederrheinische Stadt Korschenbroich mit der Anden-Metropole La Paz. Schützenhilfe für die Straßenkinder der bolivianischen Hauptstadt kommt von den beiden Korschenbroicher Bruderschaften. Über die Kinder-Direkt-Hilfe Korschenbroich, die von den Schützenbrüdern mitgetragen wird, erfährt der aus Mönchengladbach stammende Pfarrer Josef Neuenhofer großzügige Unterstützung für sein Hilfswerk "Arco Iris" (Regenbogen).

Die Kinderklinik, deren Bau seit drei Jahren mit Spenden vom Niederrhein gefördert wird, hat im Herbst ihre Pforten geöffnet. Dennoch braucht Josef Neuenhofer für die laufenden Kosten des Krankenhauses, für die Medikamente und die Gehälter der Ärzte und Pfleger, weiter Unterstützung. Jürgen Hüsges, Initiator und Organisator der Hilfsaktion, hofft darauf, den Straßenkindern von La Paz nach den Pfingsten-Feiertagen wieder mit einem stattlichen Betrag helfen zu können. Zum Korschenbroicher Schützen- und Heimatfest "Unges Pengste" verkaufen Hüsges und seine Freunde insgesamt 12.500 Lose für die traditionelle Pfingst-Tombola (Stückpreis ein Euro).

Zudem ist ein Spendenkonto eingerichtet: 151555, Stadtsparkasse Korschenbroich (BLZ 310 512 40). Unterstützung erfährt die Kinder-Direkt-Hilfe Korschenbroich über viele Jahre hinweg von zahlreichen Bürgern und Vereinigungen. Jürgen Hüsges gegenüber der NGZ: "Längst hat die Hilfsbereitschaft die gesamte Region erfasst." Neben Einzelspenden gibt es Sammlungen aus Anlass von Geburtstagen oder Jubiläen, helfen Schulen und Kindergärten mit dem Erlös von Festen und Wohltätigkeitsmärschen. Jürgen Hüsges, der in Schulen und Vereinen für das Hilfsprojekt wirbt und in Wort- und Diavorträgen Pfarrer Neuenhofers wohltätiges Wirken für die Straßenkinder von La Paz vorstellt, weiß, das jeder gespendete Euro - das galt auch für die Mark - für die bedürftigen Jungen und Mädchen verwandt wird.

Und auf noch eines ist der engagierte Neersbroicher Stolz: "Unsere Kinder-Direkt-Hilfe hat keine Verwaltungskosten." Wie Hüsges selbst sind alle Helfer ehrenamtlich und ohne Aufwandsentschädigung tätig. Trotz der großen Spendenbereitschaft in Korschenbroich hat Jürgen Hüsgen dennoch zurzeit ein Problem: "Der Losverkauf für die Pfingsttombola läuft nur schleppend an." Für Bezirksbundesmeister Horst Thoren lässt sich die Situation mit der ,Teuro'-Diskussion" leicht erklären. "Das schreckt natürlich ab."

Dennoch ist er sicher: "Die Lose werden alle verkauft - früher für ne Markt, heute für'n Euro." Dafür wurde aber auch die Zahl der Lose auf nun 12.500 halbiert und damit die Gewinnchance erhöht. Das macht aus der Sicht Thorens zwar den Reiz aus, dennoch gibt er gegenüber der NGZ zu bedenken: "Die Spende für La Paz steht doch bei aller Freude im Vordergrund."

(NGZ)