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Korschenbroich: L 381-Ausbau nur in Gladbach

Korschenbroich : L 381-Ausbau nur in Gladbach

Politik und Verwaltung sind gegen einen vierspurigen Ausbau der Landesstraße 381 von Mönchengladbach nach Korschenbroich. Dafür soll aber der Verkehrsknoten am Ortseingang ausgebaut werden.

Während auf Mönchengladbacher Seite vom Landesbetrieb Straßen NRW eifrig gebaut wird, soll es keinen vierspurigen Ausbau der Landesstraße 381 auf Korschenbroicher Stadtgebiet geben. Die ablehnende Haltung wurde jetzt einmal mehr im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Denkmalpflege bekräftigt. Stattdessen sprach sich das Gremium einstimmig für den Ausbau des Verkehrsknotenpunktes am Ortseingang in Höhe des Firmensitzes von Mexx aus. Zudem hoffen Politik und Verwaltung darauf, dass es im Bereich der Friedrich-Ebert-Straße zu einer deutlichen Entlastung kommt. Zwei Kreisel in den Kreuzungsbereichen Hindenburgstraße und Regentenstraße sind gewollt.

Bürgermeister Heinz Josef Dick, der bereits in der Vergangenheit gegen einen vierspurigen Fahrbahnausbau ab der Niers in Richtung Korschenbroich gewettert hatte, stellte dem Fachausschuss jetzt einen vom Landesbetrieb modifizierten Vorschlag vor. Damit ist der Ausbau der L 381 erst mal vom Tisch. Wilhelm Höfener vom Landesbetrieb Straßenbau NRW hatte dem zugestimmt. Sein Vorschlag, lediglich den Doppelkontenpunkt L 381/L 31/L 382 auszubauen, wurde von der Politik einhellig begrüßt. Schließlich hatte Wilhelm Höfener eingeräumt, dass der doppelte Verkehrsknoten ohne bauliche Veränderungen nicht mehr leistungsfähig sei. Er befürchte erhebliche Rückstaus. Und in einem Brief an Korschenbroichs Bürgermeister Heinz Josef Dick bestätigt Höfener, den Entscheidungsgremien vorzuschlagen, "die Planfeststellung nur für diesen Knotenpunkt einzuleiten". Damit werde der vierspurige Ausbau der Strecke auf unbestimmte Zeit zurückgestellt.

Rolf Kluthausen (FDP) wertete die abgespeckte Variante als "klaren Erfolg für die Verwaltung". Er regte in dem Zusammenhang an, das Tempo-50-Schild in Richtung Gladbacher Stadtgrenze zu versetzen: "So könnten wir schon vorweg das Tempo der ankommenden Fahrzeuge drosseln."

Zudem hat Höfener angeboten, auch den Anstoß für die von den Stadtplanern geforderten zwei weiteren Kreisverkehre im Bereich der Friedrich-Ebert-Straße beim Regionalrat für die Stadt Korschenbroich zu geben. Für ihn ist der Straßenzug äußerst "unübersichtlich". Der Verfahrensvorschlag wurde ebenfalls vom Fachausschuss einstimmig begrüßt. Damit wird der Landesbetrieb Straßenbau NRW jetzt den entsprechenden Antrag stellen, damit die Realisierung der beiden Kreisverkehre in das regionale Straßenbauprogramm aufgenommen wird. Inwieweit noch Lärmschutz- und Begrünungsmaßnahmen in den Antrag integriert werden können, wird vom Landesbetrieb geprüft.

(NGZ)