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Korschenbroich: Künstler treten für Kinder auf

Korschenbroich : Künstler treten für Kinder auf

Von der Clownin "Antoschka" bis zur Band "Just 4 fun" reichte das Programm der Benefizgala für das Projekt "Starke Kids in der Manege". Vielleicht lag's am frühsommerlichen Wetter, dass die Resonanz nicht so gut war.

Um es vorweg zu nehmen: Die weitere Finanzierung des Projektes, das in den Osterferien in Glehn mit 160 Kindern gestartet war, ist gesichert, obwohl sich die Verantwortlichen von der Benefizgala höhere Einnahmen versprochen hatten. Rund 60 Zuschauer kamen in die Realschule Kleinenbroich, und die wurden nicht enttäuscht. Was da auf der Bühne in der Aula gezeigt wurde, konnte sich durchweg hören und sehen lassen.

Sechs nicht mehr ganz junge Männer ließen es so richtig rocken — "Just 4 fun" spielten Oldies zugunsten von Kindern. Der Mann, der das Schlagzeug bearbeitete, hatte größtes Interesse am Gelingen des Abends: Norbert Dierselhuis ist Leiter des Kreisjugendamtes. "Wird es da Projekt ,Starke Kids in der Manege' auch 2012 geben?", wollte NGZ-Redakteurin Ruth Wiedner, die durch das Programm führte, wissen. "Vielleicht gibt es was Neues — ich bin sicher, uns fällt was Gutes ein", erklärte der musikbegeisterte Jugendamtsleiter. "Starke Kids in der Manege" soll das Selbstbewusstsein der Kinder im Grundschulalter stärken. Fünf Tage lang schnuppern sie Zirkusluft, lernen Kunststücke und so ihre Stärken kennen.

Clownerie und freche Texte

Antoschka aus Glehn hat 35 Jahre lang im Moskauer Staatszirkus mitgewirkt und macht die Kids jetzt fit fürs Zirkuszelt. Die Frau von Wolfgang Riehn, der den Abend organisiert hatte, balancierte in der Aula auf einer Weltkugel, machte Handstand auf nur einer Hand. Mit listig-lustigem Lachen verlieh sie allem den Eindruck von Leichtigkeit.

Auch Pibi Glix alias Peter Becker wirkt bei "Starke Kids in der Manege" mit. Mit altem Motorradhelm und buntkariertem Sakko gab der Jüchener den lustigen Tollpatsch. Auf die Frage, wie er denn auf Pibi Glix als Künstlername gekommen sei, antwortete er: "Den Namen habe ich bei einer Verlosung gewonnen."

Dann ein abrupter Genre-Wechsel: Sie stammt aus Pesch, trat jahrelang als Coco Camelle auf und startete dann mit ihrem richtigen Namen Nina Klopschinski durch. Sie sang schon in der ausverkauften Aula des Korschenbroicher Gymnasiums und im Sandbauernhof. In der Realschule begeisterte die gelernte Erzieherin begeisterte die Zuhörer mit ihren pfiffig-frechen Texten, vor allem aber mit ihrer beeindruckenden Stimme. Ihre Motivation, ohne Gage aufzutreten: "Als ich früher mit Kindern gearbeitet habe und es mir nicht gut ging, haben sie mir sehr viel gegeben."

Der Korschenbroicher Daniel Michels hätte auch bei "Deutschland sucht den Superstar" auftreten können: Der 15-Jährige präsentierte sich als Junge mit Perspektive: Nachdem er einige Lieder für Antoschka geschrieben habe, denkt er daran, eine eigene CD zu veröffentlichen.

(NGZ)