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Ringen: KSK verabschiedet sich mit Sieg aus der Saison

Ringen : KSK verabschiedet sich mit Sieg aus der Saison

Wie begonnen, so beendet: Mit einem hohen Sieg verabschiedete sich Ringer-Bundesligist KSK Konkordia Neuss aus der Saison. Und das 31:9 über die RKG Freiburg, die damit ohne einen Punkt den Weg in die Zweite Liga antreten muss, hätte noch höher ausfallen können.

Doch weil Ilyas Özdemir aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse im Stau stand, hatte er nicht genügend Zeit zum Gewicht machen und trat deshalb mit 100 Gramm Übergewicht an, so dass die Gäste vier ihrer neun Zähler kampflos erhielten. Für die anderen sorgten Virgil Munteanu mit 3:2-Sieg über Mahmut Cavusoglu und Veliko Lyutskanov, der Anatoliy Efremov bei dessen Saisondebüt in der Bundesliga mit 2:3 unterlag.

Dem hatten die Neusser gleich fünf Siege mit der höchstmöglichen Punktzahl (4:0) entgegen zu setzen: Eduarnis Tellez-Zamora blieb ohne Gegner, Samet Dülger und Jackson Vaillant-Cantero legten ihre Kontrahenten Matthias Hammacher und Daniel Maaß nach 20 beziehungsweise 66 Sekunden auf die Schulter. Für ihre "technischen überlegenen Punktsiege" erhielte Hambert Durdischew und William Harth gleichfalls vier Mannschaftszähler gutgeschrieben, den Rest steuerten Patrick Loes (3:0 über Lukas Schöffler) und Max Schwjndt bei, der sich in einem Duell zweier ehemaliger Junioren-Weltmeister mit 3:0 gegen Jury Witt durchsetzte.

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Wesentlich spannender war es zuvor im Oberliga-Kampf zwischen der KSK-Reserve und dem KSV Witten zugegangen. Ihr Ziel, dem siebenmaligen Deutschen Mannschaftsmeister und Tabellenführer die erste Saisonniederlage beizubringen, erreichten die Neusser mit dem 18:17-Sieg hauchdünn. Der war zwischenzeitlich in Gefahr geraten, weil sich ausgerechnet Routinier Erich Marjalke gegen Jens Steffen (84 kg Freistil) eine Schulterniederlage einhandelte — seine erste Niederlage überhaupt in einem Freistilkampf in drei Jahren.

Dadurch lagen die Gäste vor dem letzten Kampf 17:14 in Führung. Mohammad Bagheri musste deshalb vier Mannschaftszähler aufs Konto bringen — kein leichtes Unterfangen, schickten die Wittener doch ihren langjährigen Erstliga-Ringer Fatih Sirin auf die Matte. Doch Bagheri gelang ein "technisch überlegener Punktsieg" — und dem KSK der erhoffte Prestigeerfolg.

Während für die Reserve noch zwei Kampftage anstehen, ist die Bundesliga-Saison beendet. Spannender als deren Verlauf könnte jetzt das Geschehen außerhalb der Matte werden: "Ich werde dafür kämpfen, dass wir auch in der nächsten Saison eine schlagkräfte Formation in der Bundesliga stellen können", verspricht KSK-Präsident Hermann J. Kahlenberg.

(NGZ)