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Sportpolitik: KSB: Vereinssport muss sich neu orientieren

Sportpolitik : KSB: Vereinssport muss sich neu orientieren

Die demographische Entwicklung mit immer weniger Kindern und Jugendlichen ist die eine, die zunehmende Ganztagsbetreuung in Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen die andere Herausforderung, mit denen sich die Sportvereine in absehbarer Zeit auseinandersetzen müssen: "Der Kinder und Jugendsport in Vereinen wird in der bisher bekannten und bewährten Form mittel- und langfristig keinen Bestand mehr haben", ist Siegfried Willecke, hauptamtlicher Geschäftsführer des Sportbundes im Rhein-Kreis (KSB) überzeugt.

Um seinen mehr als 400 Mitgliedsvereinen Hilfestellung bei der Neuorientierung geben zu können, ging der Vorstand des KSB jetzt auf Klausur in der Sportschule Kaiserau. "Die Vereine müssen gezielte und flächendeckende Zugänge zu Kindertagesstätten und Schulen schaffen", sagt Willecke, "das geht nur, wenn sie mit kooperativen Angeboten auf diese Institutionen zugehen." Um die Vereine dabei besser beraten und unterstützen zu können, wurden dem KSB jetzt vom Landessportbund NRW (LSB) Mittel für eine auf zwei Jahre befristete Halbtagsstelle zur Verfügung gestellt.

Doch auch die Vereine selbst sind gefordert, meint KSB-Vorsitzender Thomas Lang. "Deshalb legen wir ihnen die Ausbildung zum Vereinsmanager, die wir im Herbst kommenden Jahres in Grevenbroich anbieten, besonders ans Herz", sagt Lang. Denn während Trainer und Übungsleiter bisher reichlich Gebrauch von den Aus- und Fortbildungsangeboten des KSB machen, hält sich "der Fortbildungswunsch bei den Funktionsträgern leider in Grenzen", weiß Siegfried Willecke, selbst Vorsitzender des Neusser Schwimmvereins. Der seinen Vorstandskollegen in Kaiserau als weitere Themenfelder das Landesprogramm "NRW bewegt seine Kinder" und die Beschäftigung mit dem offenen Ganztagsbetrieb der Schulen näher brachte.

Info Weitere Informationen Tel. 0 21 81/601 40 86 oder www.KSBNeuss.de

(NGZ)