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Korschenbroich: Kritik an Umbauplänen für Kreisstraße 4

Korschenbroich : Kritik an Umbauplänen für Kreisstraße 4

Zu wenige Parkplätze an der Nordstraße, kein Wort zur gefährlichen Kreuzung von K 4 und der Landstraße 361: Die Pläne für die Kreisstraße 4 stießen jetzt im Straßenbauausschuss des Kreises auf Widerstand bei den Politikern.

Die Kreisstraße 4 soll für Fußgänger und Radfahrer insbesondere im Bereich der Nordstraße sicherer werden. 2015 will der Rhein-Kreis Neuss sie neu gestalten. Im Nahverkehrs- und Straßenbauausschuss des Kreistags zeigte sich jetzt aber, dass hinsichtlich der Details des Umbaus noch erheblicher Diskussionsbedarf besteht.

In der von Architekt Johannes Klee präsentierten Planung kommt insbesondere für die CDU der ruhende Verkehr zu kurz, wie ihr Sprecher Wolfgang Wappenschmidt deutlich machte. Er fordert von der Kreisverwaltung "eine alternative Planung", um das Parkplatzproblem an der Nordstraße zu lösen. Kern der bisherigen Planung ist die Verbreiterung der Fahrbahn um 1,50 Meter, wobei für Radfahrer ein 1,50 Meter breiter Schutzstreifen angelegt werden soll – der nicht beparkt werden darf.

Johannes Klee zufolge sollen die wegfallenden Parkplätze im nördlichen Teil der Nordstraße durch 20 neue ersetzt werden. Vor der Kirche St. Dionysius soll es auf beiden Straßenseiten einen Schutzstreifen geben. Beidseitige Schutzstreifen sind auch im Bereich eines Kreisels an der Kreuzung von Nord- und Oststraße vorgesehen.

Mehr noch als mögliche Parkplatzprobleme beschäftigte nicht allein die Korschenbroicher Ausschussmitglieder die Tatsache, dass die unfallträchtige Kreuzung der K 4 und der Landstraße 361 in der Planung keine Rolle spielt. Doris Wissemann (SPD) zeigte sich "erschüttert", zumal "erst im Oktober hier wieder ein schwerer Unfall passiert ist". Ihr zufolge kommt es hier "immer wieder zu Irritationen", da die Radfahrer- und die Autoampel nicht gleichgeschaltet seien.

Wissemann hält eine schnelle Lösung für notwendig, wobei nicht erst bis 2015 gewartet werden sollte. Auch Peter Drüll (Die Aktive) beklagte den "Unfallschwerpunkt": Für ihn wäre ein Kreisverkehr schlichtweg "Luxus", da es "dort keine Komplikationen gibt". Geradezu "eine Katastrophe" wäre es nach Drülls Worten, wenn die Kreuzung von K4 und L 361 nicht bald wirksam entschärft würde. Zudem bezweifelt er, dass eine Fahrbahnbreite von 4,50 Meter ausreiche, wenn zwei Lastwagen einander begegneten: Drüll forderte Ausweichbuchten.

Kreisdezernent Karsten Mankowsky hielt angesichts bereits bestehender Kontakte zwischen dem Kreis und dem Landesbetrieb Straßen einen Beschluss des Ausschusses nicht für nötig. Die Probleme seien bekannt, es werde an einer Lösung gearbeitet, so Mankowsky. Er verwies darauf, dass "die Unfälle verschiedene Ursachen hatten". Den diesbezüglichen Teil seines Antrags zog Wolfgang Wappenschmidt zurück: Zugleich machte er aber die vom Ausschuss einhellig geteilte Erwartung deutlich, dass es in Sachen K4/L361 "eine kurzfristige Lösung" geben müsse.

(NGZ)