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Handball: Krisensitzung vor dem Schlüsselspiel

Handball : Krisensitzung vor dem Schlüsselspiel

Vor dem heutigen Schlüsselspiel – Anwurf um 19.30 Uhr – gegen die HG Saarlouis traf sich die Geschäftsführung des TV Korschenbroich mit dem Mannschaftsrat des Handball-Zweitligisten zu einem "offenen Gespräch". Die Suche nach einer Verstärkung war bislang nicht von Erfolg gekrönt

Die vom Endergebnis her moderate, vom Spielverlauf – nach 50 Minuten lagen die Gäste 21:34 im Hintertreffen – eher desaströse 30:37-Niederlage am Sonntagabend bei der HSG Nordhorn hat Spuren hinterlassen beim TV Korschenbroich.

Auch wenn Trainer Jörn Ilper – "für mich zählt Nordhorn unabhängig vom Saisonverlauf immer noch zu den Top-Fünf der Liga" – die siebte Schlappe im neunten Meisterschaftsspiel zu relativieren versucht, bei der Geschäftsführung des Handball-Zweitligisten schrillten danach offenbar die Alarmglocken. Sie traf sich nämlich unter der Woche mit dem Mannschaftsrat zu einem "offenen Gespräch" über "die aktuelle Lage und den bisherigen Saisonverlauf", so Geschäftsführer Peter Irmen.

Der Zeitpunkt kommt nicht überraschend. Denn mit den beiden Heimspielen heute (19.30 Uhr, Waldsporthalle) gegen die HG Saarlouis und am Freitag (11. November, 20 Uhr) gegen den SC DHfK Leipzig stehen dem Tabellenvorletzten zwei absolute Schlüsselspiele ins Haus: Verliert er die, dürfte auch der Anschluss an die rettenden Tabellenplätze ab Rang 16 aufwärts verloren gehen.

Auch wenn es bislang offiziell stets anders klang, scheint die TVK-Führung Handlungsbedarf erkannt zu haben. Denn in dem Gespräch "wurden auch einige Dinge angesprochen, die wir in Zukunft anders handhaben wollen und die hoffentlich dazu beitragen, dass wir unser Saisonziel Klassenerhalt erreichen", sagt Irmen. Was das konkret bedeutet, möchte der Geschäftsführer indes nicht verraten: "Wir arbeiten die Situation intern auf und ziehen daraus unsere Schlüsse."

Einer dieser Schlüsse ist die Suche nach einer Verstärkung des personell durch die Langzeitverletzungen von Mathias Deppisch, Markus Breuer und Björn Marquardt dezimierten Kaders, die bislang jedoch noch nicht von Erfolg gekrönt war. "Wir sind weiterhin auf der Suche nach einem Akteur, der uns sofort weiterhilft und in unseren gesteckten Rahmen passt", sagt der Sportliche Leiter Klaus Hintzen, "einen Schnellschuss wird es aber auch nicht geben."

Deshalb wird Ilper heute Abend mit dem Kader der vergangenen Partien auskommen müssen. Zuversicht schöpfen die Korschenbroich dabei aus des bisherigen Leistungen vor heimischem Publikum, vor allem dem 33:28-Sieg über den SV Post Schwerin vor zwei Wochen. "Wenn die Mannschaft so spielt, wie sie es bislang in eigener Halle getan hat und wir unsere tollen Zuschauer im Rücken haben, bin ich überzeugt, dass wir gemeinsam einen Sieg gegen Saarlouis schaffen können", sagt Hintzen.

Die Gäste (7. mit 11:7 Punkten) zählen bislang zu den positiven Erscheinungen der Saison. Erst über die Relegation gegen die SG Leutershausen zweitklassig geblieben, überraschten die Saarländer mit Auswärtssiegen in Eisenach (30:29) und zuletzt in Bietigheim (36:34). Getrübt wird die Bilanz nur durch die unerwartete Heimniederlage vor Wochenfrist gegen den SC DHfK Leipzig. Dass der der nächste Gast in der Waldsporthalle ist, macht deutlich, was für den TVK in den kommenden sieben Tagen auf dem Spiel steht.

(NGZ)