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Kreispokal: Maik Ferber schießt SC Kapellen ins Endspiel.

Rhein-Kreis : Ferber schießt Kapellen ins Endspiel

Kreispokal: Der Landesligist setzt sich gegen VfL Jüchen/Garzweiler mit 1:0 durch.

Ein echter Pokal-Thriller war angesichts der Vorankündigungen schon vor dem Anpfiff nicht zwingend zu erwarten. Marcel Winkens, Trainer des VfL Jüchen/Garzweiler, schickte nur eine Mischung aus A-Jugend und Rotationsspielern ins Rennen um den Finaleinzug. Als lockerer Spaziergang entpuppte sich das Halbfinale im Kreispokal für den SC Kapellen allerdings  nicht.

Noch größer als Jüchens Personalsorgen war am Dienstagabend lediglich die Ungewissheit, zu was für einem Spiel sich die 90 Minuten im Jupp-Breuer-Stadion entwickeln würden. Der VfL Jüchen/Garzweiler war erst am Sonntag im Ligaalltag gefragt und muss schon am Freitag wieder im Aufstiegs-Endspiel gegen Mennrath ran, so dass sogar Torwart-Trainer Peter Dreßen zwischen den Pfosten stand, um die Stammakteure zu schonen. Landesligist und Titelverteidiger SC Kapellen, der vom Namen her eigentlich der klare Favorit sein sollte, zeigte sich zuletzt extrem verwundbar, wartet in der Liga seit fünf Spielen auf ein Erfolgserlebnis. Gegen kompakt und tief stehende Jüchener tat sich der SCK auch anfangs schwer. „Gegen so einen tief stehenden Gegner, der gefühlt eine Siebener-Kette hatte, ist es immer schwer, Lösungen zu finden“, beschrieb Juppi Schmitz den zähen Beginn. Trainerkollege Winkens attestierte seinen Schützlingen hingegen eine taktisch disziplinierte Leistung. „Die Jungs haben das in der ersten Halbzeit sehr, sehr gut gemacht. Es war schade, dass wir nicht in Führung gegangen sind. Dann wäre es sicherlich noch einmal interessant geworden“, sagte Winkens. Die Chance auf den Jüchener Führungstreffer verpasste Marcel Pohl, dem der Ball freistehend vor dem Tor über den Spann rutschte.

Doch statt des Jüchener  sah Winkens nach der Halbzeit den Kapellener Führungstreffer. Maik Ferber markierte in der 53. Minute nach einer Standardsituation bereits den Siegtreffer. „Wir haben überlegen und gut gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann immer mehr die Lücken gefunden“, befand SCK-Trainer Schmitz. Im Anschluss erhöhte der SCK weiter den Druck und holte wenig später einen Foulelfmeter heraus. Doch Robert Wilschrey scheiterte am etatmäßigen Torwart-Trainer Dreßen. „In der zweiten Hälfte schwanden langsam unsere Kräfte. Nach dem Elfmeter haben wir uns wieder  etwas berappelt“, erklärte Winkens. Marcel Pohl hatte zwar in der Schlussphase nochmal eine gefährliche Kopfballchance, für einen Jüchener Treffer fehlte an diesem Tag jedoch die Durchschlagskraft. Kapellen hingegen ist nach dem Frust im Ligaalltag heilfroh über das Erfolgserlebnis im Pokal. „Nach dem Spiel hat man sofort gesehen, dass der Sieg die Jungs beflügelt“, freute sich Schmitz.