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Kreismeisterschaften im Fahrsport in Delrath.

Fahrsport : Schnelligkeit gepaart mit Stil und Präzision

Beim Turnier der Fahrsportfreunde Neuss in Delrath wurden die Kreismeister im Fahrsport ermittelt. Dabei kam es bei Fahrern und Pferden vor allem auf Schnelligkeit, Ausdauer und gute Reaktion an.

Das Fahren mit Pferden hat eine längere Tradition als die Reiterei. Schon 1400 v. Chr. kannten die Hethiter ausgeklügelte Trainingspläne für ihre Streitwagenpferde mit Anleitungen für Aqua- und Intervalltraining. Im antiken Olympia gehörte das Wagenrennen fest zum Programm. Beim Restart nach coronabedingter Zwangspause knüpfte das Turnier der Fahrsportfreunde Neuss in Delrath also an eine uralte Tradition an. Die 20 Gespanne ermittelten dabei auch Kreismeister in den Disziplinen Dressur und Hindernisfahren sowie im Geländeparcours.

Bei der Dressur bewertete Richterin Bettina Stoffers in der Kür Genauigkeit, Aussehen und Präsentation vorher festgelegter Lektionen wie Zirkel, Tempowechsel und Bögen. Im Kegelparcours mussten die Fahrer ihre Gespanne präzise durch die zwölf Tore lenken, ohne einen der aufgestellten Kegel zu berühren. Die Kegel sind dabei nur 30 Zentimeter breiter als die Kutsche, zudem gibt es ein Zeitlimit. Für die dritte Prüfung waren dann sogar Umbauarbeiten nötig – als Hindernisse für die Marathon-Kutschen fungierten nämlich auch zwei Baumstämme. Dabei kam es bei Fahrern und Pferden vor allem auf Schnelligkeit, Ausdauer und gute Reaktion an. Eine weitere Schwierigkeit: Die Strecken für die Prüfungen zwei und drei baute Richter Herbert Eschrich erst unmittelbar vor dem Wettkampf auf, die Fahrer hatten also kaum Gelegenheit, sich auf die Herausforderungen einzustellen.

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Bei den Einspännern lag die Neusserin Evelyn Mauß mit Shetty Poldi bereits in der Dressur vorne und verteidigte diese Führung auch in den beiden folgenden Prüfungen. Auf Platz zwei kam Christopher Kengels mit seinem Muli Fred, gefolgt von Maxine Glasmacher, die ebenfalls ein Maultier vor ihre Kutsche gespannt hatte. Tim Kemper spielte mit seinem Wallach Stan dagegen noch keine Rolle im Kampf um den Titel. Er war mit seinen erst acht Jahren aber auch der mit Abstand jüngste Starter im Feld und zeigte mit seinen fehlerfreien Fahrten, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen ist. Bei den Zweispännern setzte sich Markus Kemper mit seinen Haflingern Alexa und Cantara durch. Bronze ging hinter Hanna Schmitz, die ihre Ponies Bruno Banani und Hugo Boss angespannt hatte, an Evelyn Mauß, die neben Poldi auch noch Fritz und Gabertje dabei hatte und mit beiden Gespannen aufs Treppchen fuhr.

Nachdem Axel Hebmüller, Vorsitzender des Kreispferdesportverbandes Neuss, alle Schleifen überreicht und die Gespanne die letzte Ehrenrunde gedreht hatten, zog Martin Willmitzer, Geschäftsführer der Fahrsportfreunde Neuss, erleichtert Bilanz: „Der Stress der letzten Wochen hat sich gelohnt. Bei perfektem Wetter freuten sich alle Teilnehmer, endlich mal wieder ihren Sport ausüben zu können.“