Kreisliga A GV/NE:Rommerskirchen stößt die Tür zur Bezirksliga weit auf

Fußball : „Roki“ stößt Tür zum Aufstieg weit auf

Gipfeltreffen in der Kreisliga A: Primus ist kaum noch einzuholen. SG-Torwart Oliver Wirtz wird mit einem gehaltenen Elfmeter zum Mann des Spiels. Grevenbroichs Murat Köktürk verliert das Duell der Torjäger mit Meikel Kupper.

Die SG Rommerskirchen/Gilbach hat das Spitzenspiel in der Fußball-Kreisliga A mit 2:1 (1:1) gegen Grevenbroich-Süd gewonnen und kann schon am nächsten Spieltag den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt machen.

Auf das Gipfeltreffen hatten beide Teams hingefiebert. Vor gut 400 Zuschauern bot das Topspiel, anders als beim 0:0 in der Hinrunde, alles was man sich wünscht: Tore, Elfmeter und Platzverweise. „Das war ein absolutes Topspiel. Das war unfassbar aufregend. Süd war mit Abstand der stärkste Gegner in dieser Saison“, war Rommerskirchens Trainer Dennis Zellmann kurz nach Spielende noch extrem aufgewühlt. Er hatte aber auch allen Grund dazu.

Den Auftakt in dem Match machten die Gäste: Murat Köktürk (22. Minute) vollstreckte einen Angriff der Südstädter zur 1:0-Führung. Die Antwort des Spitzenreiters ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Meikel Kupper (28.) brachte Rommerskirchen mit seinem Ausgleichtreffer schnell zurück in die Begegnung. Zahlreiche Chancen auf beiden Seiten fanden im Anschluss nicht den Weg ins Netz. In der 56. Minute hatten die Gastgeber sogar ein Tor erzielt, dass Schiedsrichter Christopher Lischke aber aus nicht ganz ersichtlichen Gründen zurücknahm. „Ich bin froh, dass wir darüber nicht sprechen müssen“, hakte Zellmann das Thema schnell ab. In der 72. Minute musste dann ein unstrittiger Handelfmeter herhalten. Kupper verwandelte sicher. Doch es dauerte keine zehn Minuten, dann ertönte auf der anderen Seite im Strafraum der erneute Pfiff: Handelfmeter. Köktürk, mit Abstand bester Torjäger der Liga, tratt an und scheiterte. Oliver Wirtz ahnte die Ecke und parierte stark. „Das ist unfassbar, was der Oli da macht, überragend“, kam Zellmann aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Der Frust bei Grevenbroich saß tief: Florian Kemmerling wurde für ein überhartes Einsteigen mit der Roten Karte frühzeitig in die Kabine geschickt. Dennoch sagte Zellmann: „Das war heute alles fair.“

Das Titelrennen scheint damit so gut wie entschieden. Rommerskirchen zieht mit dem Sieg im entscheidenden Duell auf sechs Punkte weg und kann sich schon am nächsten Spieltag die Krone aufsetzen. Zellmann warnt aber weiterhin: „Wir sind noch nicht aufgestiegen.“ Ein Punkt reicht in den letzten zwei Begegnungen gegen Zons und Kapellen II zur endgültigen Meisterparty. Für „Roki“ wäre es nach zwei Jahren in der Kreisliga A die Rückkehr in die Bezirksliga. Süds Trainer Kevin Hahn  merkte man die Ernüchterung an: „Jetzt liegt es nicht mehr in unserer Hand, aber eigentlich ist das eine sichere Sache.“ Allerdings will er die Hoffnung noch nicht ganz begraben: „Wir werden weiter unsere Hausaufgaben machen. Eine kleine Chance gibt es immer noch.“

Hahn hat mit dem 1. FC Grevenbroich-Süd eine überragende Spielzeit hinter sich, doch die Krönung blieb in allen Wettbewerben aus. In der Halle kämpfte sich Süd als einziger A-Ligist bis ins Finale vor und musste sich nur Bayer Dormagen geschlagen geben. Im Kreispokal scheiterte Süd nach aufopferungsvollem Kampf im Endspiel an Landesligist Kapellen. Und auch in der Liga wird Grevenbroich wohl den Kürzeren ziehen, dafür müsste schon ein Wunder her.

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