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Korschenbroich: Kreis investiert ins Altenheim

Korschenbroich : Kreis investiert ins Altenheim

Für gut sechs Millionen Euro wird das Seniorenhaus an der Freiheitsstraße modernisiert. Der Bauantrag ist in Vorbereitung. Mit dem Um- und Ausbau will der Rhein-Kreis Neuss als Träger noch in diesem Jahr beginnen.

Der Rhein-Kreis Neuss hält an seinen Umbauplänen für das Seniorenhaus Korschenbroich fest. Das bekräftigte gestern erneut Jürgen Steinmetz als Geschäftsführer und Allgemeiner Vertreter des Landrates, auch wenn die Ausbaupläne im Juni 2011 zunächst gestoppt wurden. Der Grund: Die Grundstücksgesellschaft Janssen (Bremen) will an der Friedrich-Ebert-Straße — zwischen Bahnlinien und Landesstraße 381 — eine Senioren-Residenz mit Altenwohnungen und 90 Pflegeplätzen errichten.

Bauantrag in Vorbereitung

Davon ließ sich der zuständige Betriebsausschuss aber nicht beeinflussen. "Wir haben bereits im Oktober einstimmig für den Ausbau des Kreisaltenheims votiert", erinnert Dr. Hans-Ulrich Klose an den Beschluss. Er hatte sich als Vorsitzender im Betriebsausschuss für die lange geplante Modernisierung stark gemacht. Im Mai nahm das Vorhaben dann richtig Fahrt auf: Der Bauantrag ist in Vorbereitung. Er wird im September gestellt. Parallel dazu laufen bereits die Ausschreibungen. Und so rechnet Jürgen Steinmetz noch in diesem Jahr mit der Baugenehmigung durch die Stadt Korschenbroich: "Sobald diese vorliegt, erfolgt der erste Spatenstich."

Für Jürgen Steinmetz ist es — nach den ersten Irritationen durch den Privatinvestor — nur konsequent, die bisherigen An- und Ausbaupläne der Senioreneinrichtung in Korschenbroich weiter zu verfolgen: "Hier geht es schließlich um die Lebensqualität der Bewohner." Zudem sollen die Arbeitsbedingungen des Personals verbessert werden.

Im ersten und zweiten Bauabschnitt wird laut Planung auf der Rasenfläche entlang der Freiheitsstraße ein dreigeschossiger Gebäudeflügel errichtet. Die Bauzeit pro Abschnitt gibt Geschäftsführer Manfred Sommerhäuser mit jeweils zwölf bis 15 Monaten an.

Mit Abschluss der Maßnahme verfügt das Haus dann über 114 Heimplätze — das sind drei weniger als bisher. Für Petra Sommerhäuser, die im vergangenen November die Leitung der Senioreneinrichtung übernommen hat, kommt die Investition gerade zur richtigen Zeit: "Wir verfügen danach über 94 Einzelzimmer, das sind elf Appartements mehr als bisher." Wichtig ist für sie aber auch, dass die Demenz-Station nach dem großen Umbau von der zweiten Etage ins Erdgeschoss umzieht. Für die demenziell erkrankten Bewohner wird zudem ein speziell gestalteter Sinnesgarten angelegt, den sie dann völlig eigenständig nutzen können.

Für Dr. Hans-Ulrich Klose ist die Lage des Seniorenhauses "einfach ideal": "Die Bewohner leben mitten im Ortskern und auch mitten im Grünen." Klose hofft auch noch auf die Umsetzung der angedachten dritten Bauphase: Der hintere, zur Arndtstraße hin liegende Trakt, soll in 18 Altenmietwohnungen umgewandelt werden.

(NGZ/rl)