Patt und Lindner wollen gute Zusammenarbeit fortsetzen: "Kostenregelung auch Aufgabe des Verbandes"

Patt und Lindner wollen gute Zusammenarbeit fortsetzen : "Kostenregelung auch Aufgabe des Verbandes"

Mit der Grundwasser-Situation in der Stadt Korschenbroich hat sich der Verbandsrat des Erftverbandes in seiner jüngsten Sitzung eingehend beschäftigt. An der Sitzung des Verbandsrates hat auch Landrat Dieter Patt als von der Delegiertenversammlung des Erftverbandes neu gewähltes Mitglied teilgenommen und sofort eine Initiative eingebracht und die grundsätzliche Beratung der Grundwasser-Problematik beauftragt.

Jetzt konnte der Landrat im Neusser Kreishaus Dr. Wulf Lindner, Vorstand des Erftverbandes, zu einem weiteren Gedankenaustausch in der Grundwasser-Frage begrüßen. Auf Patts Initiative als Verbandsratsmitglied wird sich der Erftverband auch in seinen Gremien vom Grundsatz her mit den veränderten Grundwasser-Situationen im Verbandsgebiet beschäftigen. "Dabei geht es um Rechts- und Zuständigkeitsfragen und damit auch um Kostenregelungen", erklärt Patt gegenüber der NGZ.

Er und Dr. Lindner kamen bei ihrem Gespräch überein, in diesen Fragen weiterhin eng zusammenzuarbeiten. Als eines der zuständigen Gremien des Erftverbandes befasst sich auch die Delegiertenversammlung, in der der Rhein-Kreis Neuss ebenfalls vertreten ist, mit großräumigen wasserwirtschaftlichen Problemstellungen. Für den Rhein-Kreis ist der Kreistagsabgeordnete Alfons Kranz Mitglied der Delegiertenversammlung. Dr. Lindner, der im Juli das Amt des Erftverbands-Vorstandes als Nachfolger von Jens Christian Rothe übernommen hat, absolvierte das Studium des Bauingenieurwesens an der Universität Stuttgart und ist im Bereich des Erftverbandes kein Unbekannter.

Mit mehr als 500 Mitarbeitern nimmt der 1958 per Landtagsbeschluss gegründete Erftverband folgende Aufgaben wahr: Er erforscht und beobachtet die wasserwirtschaftlichen Verhältnisse in dem Bereich zwischen niederländischer Grenze und dem Rhein und von Neuss bis Bad Münstereifel, einem Gebiet von rund 4.200 Quadratkilometern. In diesem Gebiet sichert der Erftverband die Versorgung der Bevölkerung, der Wirtschaft und des Bodens mit Wasser. Im Erfteinzugsbereich, einem Gebiet von etwa 2.300 Quadratkilometern, ist er für den Ausbau und die Unterhaltung der Erft und ihrer Nebenflüsse zuständig wie auch für den Hochwasserschutz und die Beseitigung von Abwasser und Klärschlamm.

Da die Grundwasser-Problematik in vielen Punkten originäre Aufgaben des Erftverbandes berührt, hat der Landrat den Verband von Beginn an in die schwierigen Grundwasser-Beratungen eingebunden. Auf Vorschlag von Patt hat der Erftverband auch das Grundwasser-Modell erarbeitet, das Grundlage für die weitere Vorgehensweise ist. "Der Erftverband ist auch Mitglied in der Kreis-Grundwasser-Kommission und hat auch vor Ort bei den Städten - speziell in Korschenbroich - beraten", freut sich Dieter Patt über die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

(NGZ)