1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Korschenbroich: Kosten sparen mit weniger Wahlbezirken

Korschenbroich : Kosten sparen mit weniger Wahlbezirken

Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 soll es nur noch 19 statt wie bisher 22 Wahlbezirke geben. Zudem wird der Stadtrat verkleinert.

Politik und Verwaltung haben sich zum Sparen verpflichtet. So will es zumindest die Ratsmehrheit. Rund 90 000 Euro soll Kämmerer Bernd Dieter Schultze langfristig durch die Reduzierung von Ratssitzen und Wahlbezirken ab 2014 einsparen. Die entsprechenden Weichen dazu wurden bereits in der Dezember-Sitzung gestellt. Über die damit verbundenen Änderungen muss jetzt der Wahlausschuss entscheiden. Er tagt am Dienstag, 7. Mai, 18 Uhr, in der Feuerwache.

Die Zahl der Sitze im Korschenbroicher Stadtrat soll künftig auf 38 reduziert werden. Zudem wird das Stadtgebiet nur noch in 19 statt in 22 Wahlbezirke eingeteilt. Die Verwaltung schlägt daher vor, die bisherigen Wahlbezirke 4 (Korschenbroich-Mitte), 11 (Kleinenbroich-Mitte südlich der Bahn) und 21 (historisches Liedberg/Steinforth-Rubbelrath) auf benachbarte Bereiche aufzuteilen.

Drei Wahlbezirke wurden in der Vergangenheit nochmals in jeweils zwei Stimmbezirke unterteilt. "Daran wird sich auch künftig nichts ändern", versicherte Bernd Dieter Schultze. Und der Wahl-Experte im Korschenbroicher Rathaus, der stellvertretende Ordnungsamtsleiter Michael Beyer, lieferte die Begründung auch direkt hinterher: "Wir wollen so für den Bürger eine bessere Erreichbarkeit garantieren." So werden in Zukunft für Glehn-Ost und Lüttenglehn sowie für Raderbroich und Herzbroich zwei Stimmbezirke eingerichtet. Neu ist die Unterteilung von Glehn-Süd in Steinforth und das Glehner Heiligenviertel. Auch wenn die Kommunalwahl erst auf den 25. Mai 2014 terminiert ist, hat Beyer mit den Vorbereitungen schon jetzt alle Hände voll zu tun. Er will noch vor den Ferien alles Wesentliche regeln: "Die öffentliche Bekanntmachung der Wahlbezirke und die Information an den Rhein-Kreis sind für die Politik entscheidend", so Beyer. "Ich vermute, wir schaffen es bis zum 23. Mai 2013. Erst wenn die Wahlbezirke stehen, können die Parteien ihre Kandidaten aufstellen."

Der letzte Wahlvorschlag muss bis spätestens 48 Tage vor dem Wahltag beim Wahlleiter eingereicht werden. "Wahlleiter ist dieses Mal der Bürgermeister", erklärt Bernd Dieter Schultze. Warum? "Weil er im Mai 2014 nicht gewählt wird", spricht er Dicks Amtszeit an, die bis Herbst 2015 andauert. Bislang gehören sechs Parteien dem Rat an. Schultze schließt die Möglichkeit nicht aus, dass sich neben der neuen UWG auch Piraten und Zentrum um Ratsmandate bewerben. Wegen der Europawahl wurde die Kommunalwahl übrigens vorgezogen. Schultze spricht von einer paradoxen Situation: "Der neue Rat ist gewählt, darf aber nichts entscheiden. Er muss fünf Monate warten, weil alle bisherigen Ratsmitglieder bis Oktober 2014 offiziell im Amt sind."

(NGZ)