1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Jüchen: Konzept Hochneukirch geht an den Start

Jüchen : Konzept Hochneukirch geht an den Start

Die Hochneukircher sollen intensiv an der Zukunft ihres Ortes mitarbeiten, die konkrete Arbeit für das Dorfentwicklungskonzept startet jetzt: Für Mittwoch steht das erste Gespräch an, im Frühjahr folgt eine Dorfkonferenz.

Bislang war Nathalie Franzen (47) einmal in Hochneukirch. "Ich habe den Eindruck, dass man dort gut wohnt und dass die Versorgung gar nicht so schlecht ist — aber dass man dran bleiben muss, um den Ort weiterzuentwickeln", sagt sie. Genau das ist das Ziel des neuen Dorfentwicklungskonzepts, für das die Arbeit jetzt anläuft.

Nathalie Franzen werden die Hochneukircher künftig öfter sehen können, die Gemeinde Jüchen hat die Dorfplanerin vom Geographischen Planungsbüro Franzen aus Gau-Odernheim in Rhein-Hessen mit der Erstellung des Konzepts beauftragt. Und sie betont: "Wichtig ist, dass die Bürger daran intensiv mitwirken." Nathalie Franzen stammt übrigens aus dem Rheinland, aus Meckenheim-Merl, und sie hat sich im Studium mit dem Thema Tagebau befasst. "Ich freue mich, jetzt bei der Weiterentwicklung eines Ortes im Umfeld des Tagebaus mitwirken zu können."

Themen gibt's in Hochneukirch reichlich: In der Vergangenheit war immer wieder etwa über die Neugestaltung des Adenauerplatzes und Leerstände in Geschäftslokalen diskutiert worden. Mit einem Dorfentwicklungskonzept können laut Bürgermeister Harald Zillikens ein "Bündel von Maßnahmen" erledigt sowie unterschiedliche Interessenlagen von Bürgern, Geschäftsleuten und Vereinen zusammengefasst werden. 2012 stimmte die Bezirksregierung dem Konzept zu. Die Gemeinde stellte einen Förderantrag, das Land NRW hat laut Verwaltung Fördermittel zugesagt. 35 000 Euro koste die Erstellung des Konzepts. Die Themenpalette reicht von Siedlungsstrukturen, Einzelhandel und Gewerbe bis zum Verkehr und zu Angeboten für Kinder und Senioren.

Die Arbeit geht jetzt los: Als erstes steht für Mittwochabend, 16. Januar, in der Aula der Haupt- und Sekundarschule ein "Schlüsselpersonen-Gespräch" an. "Dabei wollen wir die Multiplikatoren im Ort über das Konzept informieren", erläutert Nathalie Franzen vom Planungsbüro, das bereits viele Dorfentwicklungspläne vor allem in Rheinland-Pfalz erstellt hat. Eingeladen sind Vertreter etwa der Vereine, Kirche, Fraktionen, Geschäftswelt und Einrichtungen. Dabei werden auch Weichen für die erste Dorfkonferenz voraussichtlich im Frühjahr gestellt, zu der alle Bewohner eingeladen sind. Dort werden Stärken und Schwächen der Orte herausgearbeitet, können Bürger ihre Ideen und Visionen einbringen.

In Arbeitsgruppen werden dann mit Bewohnern Vorschläge für Zukunftsprojekte erarbeitet. Doch Franzen weiß: "Nicht jeder will seine Ideen im großen Kreis einbringen." Deshalb führt sie auch Küchentisch-Gespräche mit jeweils einer Familie, vielleicht auch deren Freunden oder Nachbarn. Alle Projektergebnisse werden in einer zweiten Konferenz vorgestellt. Das Konzept ist laut Franzen Voraussetzung dafür, für die festgelegten Maßnahmen Fördermittel beantragen zu können.

(NGZ/rl)