Neusser Galopper beim 166. Oppenheim-Union-Rennen: Konkurrenz will Goethe Sieg streitig machen

Neusser Galopper beim 166. Oppenheim-Union-Rennen : Konkurrenz will Goethe Sieg streitig machen

Am 22.März 1832 ist Johann-Wolfgang von Goethe in Weimar gestorben. Im Jahre 1834 wurde auf der Galopprennbahn in Berlin-Tempelhof (es gibt sie schon lange nicht mehr) erstmals das Union-Rennen ausgetragen, Alba aus dem Stall des Barons von Biel gewann. Noch zu Lebzeiten Goethes ist das Union-Rennen entworfen und ausgeschrieben worden. Es gibt in Deutschland kein großes Rennen, das älter ist als das Union-Rennen, das Derby wurde erstmals 1869 gelaufen. Goethe bei seinem Sieg im Hoffnungspreis. Am Sonntag geht der Hengst mit Jockey Lennart Hammer-Hansen im Sattel als einer der Favoriten in der 166. Auflage des Oppenheim-Union-Rennens an den Start. Leicht wird ihm ein Sieg allerdings nicht gemacht: Mit dabei sind auch Barsetto, Sabiango, Somotillo und Tareno. NGZ-Foto: K.-J. Tuchel -->

Am 22.März 1832 ist Johann-Wolfgang von Goethe in Weimar gestorben. Im Jahre 1834 wurde auf der Galopprennbahn in Berlin-Tempelhof (es gibt sie schon lange nicht mehr) erstmals das Union-Rennen ausgetragen, Alba aus dem Stall des Barons von Biel gewann. Noch zu Lebzeiten Goethes ist das Union-Rennen entworfen und ausgeschrieben worden. Es gibt in Deutschland kein großes Rennen, das älter ist als das Union-Rennen, das Derby wurde erstmals 1869 gelaufen. Goethe bei seinem Sieg im Hoffnungspreis. Am Sonntag geht der Hengst mit Jockey Lennart Hammer-Hansen im Sattel als einer der Favoriten in der 166. Auflage des Oppenheim-Union-Rennens an den Start. Leicht wird ihm ein Sieg allerdings nicht gemacht: Mit dabei sind auch Barsetto, Sabiango, Somotillo und Tareno. NGZ-Foto: K.-J. Tuchel -->

Am Sonntag (ab 16.10 Uhr live bei n-tv) wird auf der Kölner Galopprennbahn das 166. Oppenheim-Union-Rennen gelaufen - es geht um 204.000 Mark, davon gehen 120.000 Mark an den Sieger. Und einer der Favoriten aus dem Feld der elf Starter trägt den Namen Goethe. Der Hengst steht im Stall des Trainers Andreas Schütz in Köln (der acht von zwölf großen Rennen in diesem Jahr) gewann, ist im Gestüt Römerhof in Erftstadt-Lechenich aufgezogen worden und am 4. September 1999 als Katalog-Nummer 182 auf der Auktion in Iffezheim für 300.000 Mark an den Stall Weissenhof verkauft worden. Dahinter steht die seit Jahren im Turf aktive Familie Hoyer aus Norf bei Neuss, Jürgen Hoyer ist Mitglied im Vorstand des Kölner Rennvereins, Tochter Vera gar Mitarbeiterin eines Galoppsport Onlinedienstes.

Im Sattel des Pferdes sitzt der Däne Lennart Hammer-Hansen, weil Championjockey Andrasch Starke seine Sperre absitzt, die er sich wegen übertriebenen Peitschengebrauchs auf Samum bei der Niederlage im Großen Preis beim Iffezheim Frühjahr-Meeting einhandelte, als er gegen den von Horst Horwart in Neuss trainierten Außenseiter Bonvivant verlor. Aber auch Goethe hat seinen letzten Start nicht gewonnen: Er verlor als Favorit in Iffezheim gegen den Riesenaußenseiter Orebano, kam zum Schluss allerdings förmlich angeflogen. In Köln nun muss Hengst Goethe absolut Trumpf bedienen: mit Barsetto (Andreas Boschert), Sabiango (Andreas Suborics), Somotillo (Andreas Helfenbein) und Tareno (Jimmy Quinn) sind absolute Derby-Favoriten im Rennen um die Nachfolge von Network, der dem Stall Harlekin gehört - im Besitz der ehemals als Lehrerin tätigen Jutta Hoyer aus Norf, Ehefrau von Jürgen und Mutter von Vera Hoyer.

Nach langer Verletzungspause hat Network vorigen Samstag in Düsseldorf eher mühevoll ein kleineres Aufbaurennen gewonnen. In Dresden wird mit dem Radeberger Grand-Prix um 100.000 Mark am Samstag in Dresden ebenfalls noch für das Derby geprüft, mit Sambaking unter Jiri Palik sattelt der Neusser Trainer Horst Horwart einen der Favoriten. Dieses Pferd mit der geheimnisvollen Augenkrankheit Amorosis (er hat keine Pupillen) besitzt allerdings keine Derbynennung. Vorsorglich wird auch in Dresden eine Spezialbrille für den Fall extremer Helligkeit bereitgehalten. Und am Sonntag lässt Trainer Horwart im BMW Sachsen-Preis mit Sambakönig den älteren Bruder von Sambaking tanzen. Auch hier geht es um die Summe von 100.000 Mark. Klaus Göntzsche

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