Kommentar zur Sportförderung in der Stadt Neuss

Kommentar : Neuss täte ein Bundesligist gut

Im an Überraschungen reichen Sport war dies sicher eine der größten: Der mit ganz anderen Zielen in die Saison gestartete TC Blau-Weiss Neuss marschiert ungeschlagen durch die Saison und wird Meister der 2. Tennis-Bundesliga Nord.

Sportlich wäre damit die Rückkehr des Immer-Noch-Rekordmeisters in die Bundesliga perfekt, doch ob die Blau-Weissen diesen Schritt wirklich wagen, hängt in erster Linie von der Finanzierbarkeit ab. Mit einem Etat (und einem Kader) wie in der gerade zu Ende gegangenen Spielzeit wäre der Verbleib im Oberhaus eine Utopie. Bis Ende September haben die Neusser Zeit, sich zu entscheiden – wenig genug, um in knapp sechs Wochen das aktuelle Finanzvolumen zu verdoppeln. Allein von den Team- und Vereinsverantwortlichen dürfte das kaum zu schaffen sein ... Dabei stünde Neuss ein Bundesligist, egal in welcher Sportart, gut zu Gesicht. Vielleicht wäre der blau-weisse Triumph die passende Gelegenheit, sich endlich mal zu einem runden Tisch in Sachen Sportförderung zu treffen, statt diese ein Jahr vor den Kommunalwahlen zum Gegenstand des allgemeinen Parteiengezänks zu machen. Volker Koch

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