Kommentar : Von Siegern und Verlierern

So schnell gehts im Sport: Vor zwei Jahren schien der TSV Bayer der große Verlierer der heimischen Handballszene, am Pfingstsamstag feierten die Dormagener mit knapp 1300 Zuschauern den verdienten Klassenerhalt in der 2. Liga.

Die wenigen Getreuen, die den Rhein Vikings geblieben sind, waren schon froh, dass die 32. Saisonniederlage nicht zweistellig ausfiel. Die Fans und die bis zuletzt tapfer kämpfenden Spieler können am wenigsten dafür, dass dieses laut Selbsteinschätzung „spannendste Projekt im deutschen Handball“ schneller und krachender an die Wand gefahren wurde, als selbst Skeptiker vorhergesagt hatten. Es wurden Millionen verbrannt, während anderswo in der Sportszene jeder Cent fünf Mal umgedreht wird. Jetzt sind die Vikings wieder da, wo der Neusser HV nach dem Aufstieg aus der Oberliga auch war – nur ohne die damalige Euphorie, die breite Unterstützung in der Heimat und ohne funktionierendes Umfeld. Schade. Volker Koch

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